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Hamburg: Wohnquartier im Altenhagener Weg erhält Architekturpreis 2008

Fleethaus am Schellerdamm

Das Wohnquartier im Altenhagener Weg in Rahlstedt ist Sieger des diesjährigen "Architektur Preises - Zukunft im Bestand". Dem beauftragten Architektenbüro Springer Architekten (Berlin) ist es nach Ansicht der Jury in vorbildlicher Weise gelungen, für die aus den 50er Jahren stammende Backsteinsiedlung eine beinahe einmalige Lösung zu finden. So wurden trotz erheblicher gestalterischer Eingriffe Atmosphäre und Anmutung als Erinnerung an die Wiederaufbauzeit erhalten. Gleichzeitig wurde bei der Planung und besonderer Wert auf energetische Qualitäten wie Dämmung und Energieeffizienz sowie auf die Minimierung von Wärmebrücken gelegt. Ein Referenzprojekt, das die Bestandsarchitektur vorbildlich weiterentwickelt hat, so die Jury.

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Den zweiten Platz teilen sich das historische Fleethaus am Schellerdamm sowie das Wohn- und Geschäftshaus am Großen Burstah 45. Die Innen-Sanierung des ehemals fast verfallenen Kornspeichers am Schellerdamm aus dem Jahr 1844 orientierte sich an modernsten Umwelt- und Energiestandards. Wand- und Fassadenflächen wurden bewusst nicht verändert, sondern nur repariert. Spuren der Vergangenheit blieben sichtbar. Auch dieses Werk sieht die Jury als Musterbeispiel für die Weiternutzung historischer Substanz. Das Geschäftshaus am Großen Burstah aus den 80er Jahren überzeugte die Jury durch seine architektonische Überarbeitung. So sei keine Verlegenheitslösung entstanden, sondern eindrucksvoll gezeigt worden, dass wirtschaftliches und energetisch vorbildliches Bauen im Bestand keinen Widerspruch darstellten.

Staatsrat Dr. Stephan Hugo Winters betonte bei der Verleihung der Preise: Die prämierten Projekte belegen die hohe Kreativität der Architekten, die nötig ist, um energetische Anforderungen mit architektonischen und städtebaulichen zusammenzubringen, wenn es um die Bearbeitung bestehender Bauten unterschiedlichster Art geht. Diese Arbeiten haben Vorbildcharakter. Staatsrat Winters dankte der Jury für ihre Arbeit. Der Jury gehörten an: die Architektin Prof. Gesine Weinmiller, der Architekt Heiner Limbrock sowie Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter.

Insgesamt haben 33 Projekte am diesjährigen Architektur Preis Zukunft im Bestand teilgenommen. Der zum vierten Mall ergebene Preis ist eine Idee der Initiative Arbeit und Klimaschutz der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten Hamburg. Ziel des Preises ist es, Energieeffizienz mit den hohen Ansprüchen an Ästhetik und Nutzungsqualität zu verbinden.