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Hamburg: Verfahren für Uni-Bauentwicklung festgelegt

Vor rund drei Wochen hat die im Koalitionsvertrag vereinbarte Arbeitsgruppe vier Szenarien für die bauliche Entwicklung der Universität vorgestellt, die auf ihre Realisierbarkeit und auf ihre Eignung geprüft werden sollen, dem besorgniserregenden baulichen Zustand der Universität Hamburg ein Ende zu bereiten und der Universität optimale Entwicklungsmöglichkeiten zu sichern.

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Die Arbeitsgruppe hat jetzt die Verfahren für eine zügige Prüfung der vier Szenarien festgelegt. Ziel ist es, eine Entwicklungsstudie zu erarbeiten, die Richtung weisend für weitere Untersuchungen ist. Alle betroffenen Bereiche werden am Verfahren beteiligt. Die Ergebnisse der Entwicklungsstudie sollen im Frühjahr 2009 dem Senat zur Entscheidung vorgelegt werden. Zuvor soll eine öffentliche Diskussion über die Entwicklungsstudie und die vier Szenarien stattfinden.

Wissenschaftssenatorin und Vorsitzende der Arbeitsgruppe Dr. Herlind Gundelach: „Wir wollen der Universität Hamburg eine Perspektive und somit auch eine inhaltliche Entwicklung sichern. Mit der Festlegung einer Verfahrensorganisation für die Untersuchung der vier Entwicklungsszenarien haben wir den nächsten Schritt gemacht. Die Entwicklungsstudie soll erste Erkenntnisse bringen und Hinweise dafür geben, welche Szenarien im Weiteren vertieft geprüft werden sollen. Wir werden alle Beteiligten aktiv in den Prozess einbinden und so alle Interessensbereiche bestmöglich abdecken.“

Die vier zur Prüfung vorgesehenen Entwicklungsszenarien für die Universität sind:
1) Modernisierung ohne Abrisse am derzeitigen Standort
2) Modernisierung mit Abrissen und erheblichem Neubauanteil am derzeitigen Standort
3) Verlagerung von Teilen der zentralen Universitäts-Bereiche an einen neuen Standort
4) Vollständige Verlagerung der zentralen Bereiche der Universität an einen neuen Standort.

Die Prüfung der Entwicklungsszenarien und die Erarbeitung einer Entwicklungsstudie erfolgt unter verschiedenen Aspekten:

Stadtentwicklung
Es soll geprüft werden, welche Entwicklungsoptionen die Universität und ihr Umfeld am jetzigen Standort und bei einer Teil- oder vollständigen Verlagerung an einen neuen Standort hätten. Ebenso werden Entwicklungsmöglichkeiten der Bezirke Eimsbüttel und Hamburg-Mitte bei einer Teil- oder vollständigen Verlagerung der Universität untersucht.

Baukosten- und Bauablauf
Hier steht die Ermittlung von Baukosten und Bauablaufszenarien im Mittelpunkt. Dazu gehören auch Interimslösungen sowie die Auswirkungen auf den Universitätsbetrieb.

Verfügbarmachen von Flächen auf dem Grasbrook
Kernfrage ist hier, wann und unter welchen Voraussetzungen welche Grundstücke gegebenenfalls zur Verfügung stehen könnten.

Finanzierung
Hier sollen unterschiedliche Modellvarianten geprüft werden. Diese reichen von einer Haushaltsfinanzierung über Public-Private-/Public-Public-Partnership-Optionen bis hin zu Mietkauf- oder Anmietungslösungen.

An dem Prozess werden beteiligt die Behörden für Wirtschaft und Arbeit, Stadtentwicklung und Umwelt, die Finanzbehörde, die Senatskanzlei sowie die Universität Hamburg, die Hamburg Port Authority und die Bezirke Eimsbüttel und Hamburg-Mitte. Die Behörde für Wissenschaft und Forschung hat die Federführung. Externe Berater werden hinzugezogen.

Im September sollen die Arbeiten beginnen, über die ab November monatlich an die Arbeitsgruppe der Koalitionäre zu berichten ist. Bevor Ergebnisse der Entwicklungsstudie dem Senat mit einem Entscheidungsvorschlag im Frühjahr 2009 vorgestellt werden, soll es einen öffentlichen Diskurs über die Entwicklungsstudie und die -szenarien geben.