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Hamburg: Teilbörsengang der HHLA wird auf den Weg gebracht

Der Senat hat heute beschlossen, der Bürgerschaft die Platzierung von rund 30 Prozent des Grundkapitals der HHLA im Wege eines Börsengangs vorzuschlagen. Nach der Zustimmung durch die Hamburgische Bürgerschaft soll die Börsenplatzierung voraussichtlich im Herbst dieses Jahres an der Frankfurter Börse im höchsten Börsensegment („Prime Standard“) und der Hamburger Börse erfolgen.

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Bis 2015 besteht umfangreicher Ausbaubedarf für die Infrastruktur des Hamburger Hafens und die Suprastruktur der Containerterminals, um die Umschlagkapazität von derzeit ca. 9,2 Mio. TEU dem sich aus vorliegenden Prognosen ergebenden Bedarf von gut 18 Mio. TEU im Jahre 2015 anzupassen und die damit verbundenen Wachstums- und Beschäftigungschancen wahrzunehmen. Zusammen mit den im Haushalt und den bisher in der Mittelfristigen Finanzplanung vorgesehenen Mitteln sollen die Erlöse aus dem Teilbörsengang der HHLA der Finanzierung der dringend notwendigen Infrastrukturmaßnahmen im Hamburger Hafen zukommen, ohne dass dafür neue Schulden aufgenommen werden müssen.

Ein wesentlicher Beitrag zur Deckung des Finanzierungsbedarfs soll daher durch die Veräußerung eines Teils des Grundkapitals der bisher ausschließlich von der HGV - Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsverwaltung mbH gehaltenen Aktien der HHLA im Wege einer Börsenplatzierung erzielt werden. Vorgesehen ist zudem eine Stärkung der Eigenkapitalstruktur des HHLA in einem Umfang von 100 Mio. Euro, die aus dem Börsengang erbracht wird und der Unterlegung einer marktgerechten und unternehmerisch angemessenen Eigenkapitalquote dient. Insgesamt sollen somit rund 30 Prozent des HHLA-Grundkapitals an der Börse platziert werden.

Ein besonderer Bestandteil des Börsengangs ist ein spezielles Programm zur Beteiligung der Mitarbeiter, bei dem den Beschäftigten ein attraktives Angebot zum Kauf von HHLA-Aktien angeboten werden soll und damit die Verbundenheit der Beschäftigten mit ihrem Unternehmen gestärkt wird. Erstmals soll das Mitarbeiterprogramm im Rahmen des Börsengangs durchgeführt werden.

Die Immobilien und das Management der Speicherstadt und des Fischmarktes Hamburg Altona verbleiben bei der HHLA. Wegen der besonderen Bedeutung dieser Immobilien für Hamburg und die HHLA soll der Einfluss von Fremdaktionären von vornherein ausgeschlossen werden. Hierzu sind gesonderte „Speicherstadt-Aktien“ vorgesehen, die vollständig im Eigentum der Hansestadt Hamburg bleiben und nicht an der Börse notiert werden.

Zusätzlich zur Börsenplatzierung in Frankfurt und Hamburg, ist zur Generierung weiterer internationaler Nachfrage eine Privatplatzierung in den USA an qualifizierte institutionelle Investoren beabsichtigt. Um neben institutionellen Anlegern auch privaten Anlegern die Möglichkeit zum Aktienerwerb zu geben, soll ein Anteil der Aktienplatzierung für den Markt der Privatanleger reserviert werden. Durch die Aufnahme Hamburger Banken in das Konsortium wird sichergestellt, dass die Bürger der Stadt in besonderer Weise angesprochen werden und eine Beteiligung am Aktienkapital der HHLA erwerben können.

Die Aktien der HHLA sollen im Rahmen des Teilbörsengangs breit gestreut werden. Die Erlöse dienen ausschließlich der Instandhaltung, Modernisierung und Erweiterung der Infrastruktur des Hafens.