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Hamburg-Haus auf Expo 2010 in Shanghai

Unter dem Motto: „Better City, Better Life“ findet 2010 die EXPO in Shanghai statt. Erstmals sind weltweit auch Städte aufgerufen, sich mit einem gesonderten Beitrag an der Weltausstellung zu beteiligen. In enger behördenübergreifender Abstimmung plant die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt für Hamburg ein nachhaltiges Neubauprojekt als Vorzeigebeispiel auf der „Urban Best Practice Area“(UBPA) in Shanghai.

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Anja Hajduk, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt: „Der Klimawandel ist Tatsache, China ein entscheidender Faktor und das dortige Interesse an Hamburgs nachhaltigen Bauvorhaben groß. Mit dem „Hamburg-Haus“ in Shanghai möchten wir auf der Expo 2010 unsere Kenntnisse in nachhaltiger Stadtentwicklung und ökologischem, klimaschonendem Bauen vorstellen, gerade auch vor dem Hintergrund der erfolgreichen „ecobuild shanghai 2006.

Ebenso geht es uns um einen weiteren Beitrag zur internationalen Kooperation im Klimaschutz.“

Im März erfolgte die Zustimmung der internationalen Jury zum Hamburger Antrag. Hamburg hat damit neben elf anderen Städten weltweit als einzige deutsche Stadt einen positiven Bescheid für ein Bauprojekt bekommen.

Ziel ist, ein mustergültiges Gebäude zum Arbeiten und Wohnen unter einem Dach auf höchstem umwelttechnischem Niveau zu präsentieren. Die Architektur verbindet traditionelle und moderne Elemente und orientiert sich am Referenzgebäude Sandtorkai 64 in der HafenCity, das in Bezug auf höhere ökologische Standards und Shanghaier Klimaverhältnisse weiterentwickelt wird. Insgesamt soll dabei die „Stufe Gold“ nachhaltigen Bauens des „Umweltzeichens HafenCity“ – erarbeitet im Auftrag der HafenCity Hamburg GmbH - als weltweit herausragender Standard erreicht und möglichst auch zertifiziert werden.

Das Projekt wird für die EXPO und darüber hinaus einzigartig sein. Ein vergleichbar energiesparendes Büro- und Wohngebäude gibt es bisher weltweit nirgends. Das Gebäude dient dabei als Ausstellungsgegenstand und Ausstellungsraum. Sowohl die besonderen Eigenschaften des Gebäudes als auch die Bedeutung nachhaltigen Bauens für eine bessere Lebensqualität in der Stadt werden einem breiten Publikum nähergebracht. Weiterhin ist beabsichtigt, in Ergänzung zur begleitenden, ständigen Ausstellung gezielt fachübergreifende Workshops, interdisziplinäre Podiumsdiskussionen und ein lebendiges Kulturprogramm zu veranstalten.

Die Hamburger Wirtschaft wird in vielfältiger Weise beteiligt: In Form von finanzieller Beteiligung und Sponsoring durch Beiträge zu Baumaterialien, Einrichtungsgegenständen und Technik; in Bezug auf Dienstleistungen in der Bau- oder Betriebsphase sowie mit inhaltlichen Beiträgen. Dazu werden auch die Bereiche Kommunikations- und Medienwirtschaft sowie Hamburg Marketing einbezogen, auch um eine Ausrichtung an den „Markenbausteinen“ Hamburgs zu erreichen.

Geplant und ausgeführt wird das „Hamburg-Haus“ von den Architekten des Referenzgebäudes, Spengler Wiescholek, in Zusammenarbeit mit den an der ecobuild shanghai 2006 beteiligten Architekten Dittert & Reumschüssel (beide aus Hamburg). Die Büros sollen noch in diesem Jahr die Entwurfs- und Durchführungsplanung vorlegen sowie am Ende die Qualitätskontrolle für das Projekt übernehmen.