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Prognose aktualisiert

Hamborner REIT trotz Corona mit Umsatz- und Ergebniszuwachs

Die Hamborner REIT AG hat die Corona-Pandemie bislang gut weggesteckt und konnte an die positive Geschäftsentwicklung im ersten Quartal anknüpfen. Das Unternehmen schloss das erste Halbjahr 2020 mit einem erneuten Umsatz- und Ergebniszuwachs ab. Die Erlöse aus Mieten und Pachten beliefen sich auf 43,9 Mio. Euro und lagen damit um 1,6 Mio. Euro bzw. 3,7 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Funds from operations (FFO) sind in den ersten sechs Monaten um 1,5 % auf 27,0 Mio. Euro gestiegen. Der FFO je Aktie erhöhte sich entsprechend auf 0,34 Euro. Die Leerstandsquote lag im ersten Halbjahr mit 1,8 % weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Die Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft ist nach wie vor komfortabel. So betrug die REIT-Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2020 54,7 % und der Loan to Value (LTV) 43,1 %. Der Bestand an liquiden Mittel belief sich auf rd. 29 Mio. Euro. Darüber hinaus verfügt Hamborner zum gegenwärtigen Zeitpunkt über Finanzierungszusagen bzw. Kreditlinien in Höhe von rd. 50 Mio. Euro.

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In Anbetracht der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat die Gesellschaft zum 30. Juni 2020 eine zusätzliche Bewertung des Bestandsportfolios durch einen externen Gutachter vornehmen lassen. Im Rahmen der Neubewertung wurde der Verkehrswert der zum 31. Dezember 2019 bereits im Bestand befindlichen Objekte im ersten Halbjahr um 3,3 % gemindert. Die Verminderung betraf im Wesentlichen die von der Corona-Pandemie stark betroffenen Einzelhandelsimmobilien in Innenstadtlagen. Unter Berücksichtigung der Neubewertung sowie der Objektzugänge im ersten Halbjahr belief sich der Verkehrswert des Gesamtportfolios zum 30. Juni 2020 auf 1.631,0 Mio. Euro. Der NAV je Aktie verringerte sich im Vergleich zum Jahresende 2019 geringfügig um 2,8 % auf 11,27 Euro (31. Dezember 2019: 11,59 Euro).

Auf der Verkaufsseite war die Gesellschaft in den vergangenen Wochen ebenfalls aktiv und hat im Rahmen der Portfoliooptimierung Mitte Juli den Vertrag über den Verkauf eines innerstädtischen Einzelhandelsobjekts in Osnabrück unterzeichnet. Der Verkaufspreis beträgt 5,9 Mio. Euro. Bei einem Restbuchwert von rd. 3,1 Mio. Euro wird sich der Buchgewinn auf rd. 2,8 Mio. Euro belaufen. Der Besitzübergang wird voraussichtlich zum Ende des dritten bzw. Anfang des vierten Quartals stattfinden

Nach dem vielversprechenden Start in das Geschäftsjahr 2020 waren die vergangenen Monate von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Ungeachtet der weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der damit verbundenen Auswirkungen auf einzelne Mietergruppen hat sich das Hamborner-Portfolio als sehr robust erwiesen. Bezogen auf das Gesamtportfolio reduzierte sich der Mieteingang (inkl. Mietnebenkosten und Umsatzsteuer) im April 2020 auf insgesamt 90,0 % der monatlichen Gesamtmieten, stieg jedoch in den Folgemonaten bis Juli auf einen aktuellen Stand von 97,7 % und erreicht damit bereits annähernd das Vorkrisenniveau.

Hinsichtlich der pandemiebedingt noch ausstehenden Mietzahlungen befindet sich das Unternehmen weiterhin in einem vertrauensvollen Dialog mit den betroffenen Mietern und arbeitet intensiv an individuellen und interessengerechten Lösungen. Als Ergebnis hieraus konnten bereits mit einer Vielzahl der Mieter einvernehmliche Vereinbarungen getroffen werden. Temporären Mietnachlässen in Höhe von aktuell rd. 0,5 Mio. Euro bzw. 0,6 % der Jahresgesamtmiete sowie Mietstundungen in Höhe von 0,3 Mio. Euro (0,4 % der Jahresmieten) stehen hierbei eine Vielzahl von Verlängerungen der jeweiligen Mietverträge gegenüber. Die nach Mieterlösen gewichtete durchschnittliche Laufzeit der betroffenen Verträge konnte hierbei um rd. 19 Monate verlängert werden.

Die Stabilität der Mieterstruktur spiegelt sich bislang ebenfalls in der geringen Anzahl an Mieterinsolvenzen wider. So haben zuletzt lediglich zwei kleinere Einzelhandelsmieter (Anteil Jahresgesamtmiete: 0,15%) einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Prognose 2020
Unter Berücksichtigung der positiven Geschäftsentwicklung in den vergangenen Wochen hat die Gesellschaft zwischenzeitlich eine aktualisierte Prognose für das laufende Geschäftsjahr abgegeben:

- Miet- und Pachterlöse: 87-88 Mio. Euro (Vorjahr: 85,2 Mio. Euro)

- Funds from Operations (FFO): 52-54 Mio. Euro (Vorjahr: 54,3 Mio. Euro)

- NAV/Aktie: Rückgang im einstelligen Prozentbereich (Annahme: unveränderte Aktienanzahl)

Die Gesamtjahresprognose steht unter dem Vorbehalt, dass es weder zu einer signifikanten Verschärfung der COVID-19-bedingten Restriktionen (beispielsweise einem erneuten Shutdown, der mit Schließungsanordnungen für die Mieter verbunden ist) kommt, noch zu gegenwärtig nicht absehbaren wesentlichen Insolvenzen auf Mieterseite. Ebenfalls unberücksichtigt bleiben mögliche Effekte aus Zu- und/oder Verkäufen im restlichen Jahresverlauf.

Vorstand und Aufsichtsrat der Hamborner REIT AG haben am gestrigen Tag den Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2019 überprüft und übereinstimmend beschlossen, an ihrem ursprünglichen Dividendenvorschlag von 0,47 Euro je Aktie festzuhalten.

„Ungeachtet des derzeitigen krisenhaften Umfeldes ist die Gesellschaft weiterhin sehr gut aufgestellt, verfügt über ein hervorragendes Immobilienportfolio sowie eine solide Bilanz- und Finanzierungsstruktur. Gleichzeitig haben wir das vergangene Quartal dafür genutzt, unsere Unternehmensstrategie in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zu überarbeiten und unter Berücksichtigung der aktuellen Marktbedingungen hinsichtlich einiger Elemente anzupassen. Mit den hieraus resultierenden Ergebnissen legen wir die Basis für das weitere wertschaffende Wachstum der Hamborner“, so der Vorstandsvorsitzende Niclas Karoff.