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Halle/Saale: Mittelständisches Bauunternehmen realisiert bundesweites PPP-Pilotprojekt

Zum ersten Mal in Deutschland werden Kindertagesstätten von einem privaten Unternehmen gebaut, saniert und betrieben. Im Rahmen eines bundesweit einmaligen PPP-Pilotprojekts (PPP = Private Public Partnership) hat die Stadt Halle/Saale jetzt der Bietergemeinschaft Weisenburger Kita Halle GmbH den Zuschlag für das 23,5 Millionen Euro teure Vorhaben erteilt. Mit der Bauausführung für die insgesamt vier Kitas wird die Firma Weisenburger Bau, Karlsruhe/Rastatt, beauftragt. Damit realisiert erstmals ein mittelständischer Bauträger ein PPP-Projekt. "Für die Stadt bedeutet das eine Ersparnis von rund vier Millionen Euro", sagt die Hallesche Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler.

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Die Stadt Halle bleibt Eigentümerin der Immobilien und ist weiterhin Entscheidungsträgerin im Bereich Bildung. Die Bau- und Betriebskosten werden in Raten über einen Zeitraum von 25 Jahren zu einem Zinssatz von 4,1 Prozent erstattet.

Beim Public Private Partnership werden Aufgaben der öffentlichen Hand an private Unternehmen übertragen. Für die Saalestadt eröffnet dieses innovative Modell die Möglichkeit, trotz knapper Mittel dringend notwendige Investitionen anzugehen. Da die Betreibergesellschaft gleichermaßen für Bau und Bewirtschaftung der Einrichtungen zuständig ist, erhofft sich die Kommune zudem hochwertige Bauausführungen. Mit dem Zuschlag an die Bietergemeinschaft Weisenburger Kita Halle GmbH und der Einbindung des Mittelstandes in das Projekt werden darüber hinaus positive Auswirkungen für die gesamte Region erwartet. "Uns ist es gelungen, Wege aufzuzeigen, wie auch bei angespannter Haushaltslage vernünftige Bedingungen bei Bildung und Kinderförderung erzielt werden können", so Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler. "Dies setzt dem letztlich unwirtschaftlichen Vorgehen der "Flickschusterei" in diesem Bereich ein Ende."