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HafenCity Universität erhält ein Gesicht

Die HafenCity Universität (HCU) erhält ein Gesicht. Der Realisierungswettbewerb für den Neubau der Universität für Baukunst und Raumentwicklung ist entschieden. Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Kees Christiaanse (Rotterdam/Zürich) hat am Freitag einen zweiten und einen dritten Preis sowie einen Ankauf vergeben.

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Den zweiten Preis erkannte die Jury einstimmig dem Entwurf des 1998 gegründeten Dresdener Architektenbüros Code Unique Architekten zu. Die drei geforderten Baukörper gruppieren sich um einen zentralen Platz am Wasser, zu dem der Haupteingang der HafenCity Universität ausgerichtet ist. Café und Restaurant liegen zum Wasser hin; die Flächen im Westen und Süden können für eine Außengastronomie genutzt werden. Zwischen den beiden Flügeln des Hochschulgebäudes befindet sich ein helles, einladendes Foyer, das sich sowohl zu dem zentralen Platz im Westen als auch zum Lohsepark auf der Ostseite öffnet. Dieses wird nach Überzeugung der Jury dazu beitragen, die Öffentlichkeit zu Ausstellungen, Lesungen, Diskussionen etc. in das Gebäude hineinzuziehen und der Universität selbst einen Mittelpunkt als Kommunikationszentrum zu geben. Sehr positiv hat die Jury bewertet, dass die studentischen Arbeits- und Seminarräume überwiegend in den schönsten Lagen am Wasser untergebracht sind. Zudem hat die Vorprüfung dem Entwurf bescheinigt, dass er die Kriterien der Nachhaltigkeit von den eingereichten Arbeiten am besten erfüllt. Überarbeitungsbedarf besteht nach Ansicht der Jury noch in Bezug auf die Fassade, Einzelheiten der Innenraumgestaltung sowie die Optimierung unter energetischen Gesichtspunkten. Die Behörde für Wissenschaft und Forschung als Bauherrin wird nun gemeinsam mit der HafenCity Universität Gespräche mit den Architekten über die Überarbeitung des Entwurfs unter diesen Aspekten aufnehmen.

Der dritte Preis wurde ebenfalls einstimmig für den Entwurf von Trojan + Trojan Architekten und Städtebauer aus Darmstadt in Arbeitsgemeinschaft mit Dietz Toppien Architekten aus Frankfurt/Main vergeben. Besonders das städtebauliche Konzept mit der Abfolge aus Restaurantterrassen, Vorplatz, Platz an der Elbe und Kaiplatz wurde von der Jury positiv bewertet. In das HCU-Gebäude, das eine geknickte skulpturale Form hat, sind das Foyer und mehrere Patios als Lufträume eingeschnitten. Das Foyer reicht über die ganze Höhe des Gebäudes und enthält die hängende Aula, einen Informationsscreen und andere Elemente, die für eine Belebung sorgen und eine räumliche Verbindung mit den übrigen Stockwerken schaffen.

Einen Ankauf erhielt der Entwurf des Hamburger Architektenbüros Jan Störmer Partner GbR.

Ein erster Preis wurde nicht vergeben, weil kein Entwurf den hohen Anforderungen, die die Ausschreibung an die teilnehmenden Architekturbüros gestellt hatte, vollständig gerecht werden konnte. Die Entwürfe der Preisträger überzeugen sowohl in städtebaulicher Hinsicht wie in der herausragenden Gestaltung des Baukörpers. Vor allem wegen der komplexen inneren Raumanforderungen, die ein innovativer interdisziplinärer Hochschulbetrieb an Raumbedarfe und -strukturen stellt, ist noch eine Überarbeitung nötig.

In der ersten Stufe des Wettbewerbs hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Aufgabe, ein städtebauliches Gesamtkonzept für das Areal östlich des Magdeburger Hafens gegenüber dem Überseequartier in der HafenCity zu entwerfen. Das Grundstück in herausragender Lage an der Elbe ist neben Elbphilharmonie, Kreuzfahrt-Terminal und Science Center Teil einer Kette von markanten Bauten an der Wasserlinie. Insgesamt sollen auf der Fläche die HafenCity Universität sowie zwei weitere Gebäude entstehen. 84 der 100 deutschen und internationalen Architektenbüros, die zur Teilnehme am Wettbewerb aufgefordert worden waren, hatten Arbeiten eingereicht. Zehn von ihnen waren in der zweiten Stufe aufgefordert, ihre Konzepte zu einem Architekturentwurf für den Neubau der HCU weiter zu entwickeln.

Der Baubeginn ist für 2008/2009 geplant. Die Freie und Hansestadt Hamburg stellt für den Neubau der HCU rund 55 Mio. Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm „Hamburg 2010“ zur Verfügung.