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Gütezeichen für Planer am Bau

Mitte Mai fand in Düsseldorf die Startveranstaltung zur Einführung eines Gütezeichens für Architekten und Ingenieure statt. In einem 1-tägigen Workshop informierten sich die Teilnehmer aus Architektur- und Ingenieurbüros sowie der beiden nordrhein-westfälischen Kammern über den Sinn und Zweck sowie mögliche Kriterien einer Zertifizierung.

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Breite Basis für ein Gütezeichen
Alle teilnehmenden Planungsbüros sprachen sich anschließend für eine rasche Umsetzung aus und für den TÜV als potenziellen Zertifizierer. Die Erarbeitung der Grundlagen und Kriterien für das Zertifikat bzw. das Zertifizierungsverfahren beginnt am 14. Juli gemeinsam mit dem TÜV Rheinland in Köln. Bis zum Ende dieses Jahres sollen die ersten Büros dann bereits zertifiziert sein.

Das Gütezeichen ist kein "Closed Shop" - es steht auf ausdrücklichen Wunsch der Gründungsmitglieder allen interessierten Planern offen! Um bereits die Kriterienentwicklung auf eine möglichst breite Basis zu stellen, sind alle Planer am Bau eingeladen, mitzuarbeiten. Noch sind keine Kriterien festgelegt.

Was soll das Gütezeichen bewirken?
Architektur- und Ingenieurbüros mit Gütezeichen bzw. TÜV-Stempel? Steht nicht der Titel "Architekt" oder "(Beratender) Ingenieur" schon für Qualität? Aus Kundensicht ist die Fage leider eindeutig mit Nein zu beantworten! Qualitäts- und Prüfzeichen schaffen bei Kunden Vertrauen und sorgen für mehr Umsatz. Das alleine spricht für ein Gütesiegel für Architektur- und Ingenieurbüros!

Beispiel: Beim Franchisegeber Town & Country ist im Kaufpreis eines schlüsselfertigen Einfamilienhauses neben verschiedenen Versicherungen eine TÜV-begleitende Endabnahme enthalten. Mit belegbarer Wirkung. Seit Firmengründung steigen die Umsatzzahlen ständig. So knackte der Massivhausanbieter im Juli 2005 die Grenze von 5000 gebauten Häusern seit 1997. Im ersten Halbjahr 2005 erzielte er einen Auftragszuwachs von 77 Prozent im Vergleich zum Vorjahres-Halbjahr.

"Architekt" oder "(Beratender) Ingenieur" - ist das Güte genug?
Sicher muss ein Architekt oder ein Beratender Ingenieur Voraussetzungen erfüllen wie Unabhängigkeit, Eigenverantwortlichkeit, mehrjährige Fachpraxis und die Mitgliedschaft in seiner Länderkammer. Auch ständige Fortbildung wird verlangt und der Abschluss einer Berufshaftpflicht. Doch zeigt das in den Augen der Kunden Wirkung? Ist dieser "Titel" heute ein Wettbewerbsvorteil? Leider nicht! Es ist die Eintrittskarte in einen Kreis von Wettbewerbern. Wichtig, aber kein Alleinstellungsmerkmal. Und in den Augen potenzieller Kunden schon gar kein zusätzlicher Nutzen!

Warum ein TÜV-Zertifikat?
Die Marke "TÜV" ist bei Verbrauchern überwiegend positiv besetzt! Und jeder Bau-Interessent, gleich ob privat oder gewerblich, ist auch Verbraucher. Das mag sich mit der Wahrnehmung etwas überschneiden, die die planenden Berufe vom TÜV haben. Potenzielle Kunden sehen das aber anders: Dort genießt der TÜV einen erstklassigen Ruf. "TÜV-geprüft" bedeutet Solidität und Sicherheit. Ein TÜV-Stempel weckt bei Kunden ein gutes Gefühl. Das kann keine Architekten- oder Ingenieurkammer oder gar ein einzelnes Büro bewirken. Die Werbewirkung wäre garantiert!

Gütezeichen ist bezahlbar
Auch die Kosten halten sich in Grenzen und liegen deutlich unter einer Zertifizierung nach ISO 9000! Und denkbar ist laut TÜV sogar, dass das Gütezeichen für Teile der ISO-Zertifizierung anerkannt werden kann. Darüber hinaus können sich die beteiligten Büros im Rahmen einer kostengünstigen Gruppen-Zertifizierung auditieren. Eine weiterer Aspekt könnte die Reduzierung von Versicherungsbeiträgen sein.

Weitere Infos unter http://www.berater-team-bau.de/