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GSW Immobilien macht im ersten Quartal eine gute Figur

Die GWS Immobilien AG ist seit dem 15. April 2011 an der Frankfurter Börse notiert und hat sich im ersten berichtspflichtigen Quartal gut entwickelt. Das Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung stieg um 9 % auf 34,8 Mio. Euro. Im Vergleichzeitraum 2010 erzielte die GWS ein Ergebnis von 31,9 Mio. Euro.

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„Ausschlaggebend für den Anstieg des Ergebnisses aus Vermietung und Verpachtung waren insbesondere eine Reduzierung des Leerstandes von 4,2 Prozent auf 3,7 Prozent sowie die positive Entwicklung der durchschnittlichen Nettokaltmiete je m² und Monat“, erläutert GSW Finanzvorstand Andreas Segal. Diese konnte das Berliner Unternehmen von 4,84 Euro auf 4,92 Euro erhöhen.

Gestern wurde der Mietspiegel 2011 für das Land Berlin veröffentlicht und weist eine durchschnittliche Miete von 5,21 Euro je m² und Monat für die Bundeshauptstadt aus. „Der aktuelle Mietspiegel zeigt, dass die GSW Mieten noch unterhalb des Berliner Marktes liegen“, kommentiert Jörg Schwagenscheidt, operativer Vorstand der GSW, die Veröffentlichung des Berliner Mietspiegels.

Die Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) von 7,7 Mio. Euro auf 51,2 Mio. Euro ist auf eine Reihe von Sondereffekten zurückzuführen. Unter anderem floss in den EBIT im 1. Quartal 2011 das Ergebnis aus dem Verkauf des Breitbandkabelgeschäftes mit mehr als 25 Mio. Euro ein. Bereinigt um die Einmaleffekte konnte die GSW das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) von 25,6 Mio. Euro auf 28,8 Mio. Euro erhöhen (+ 12,4 Prozent). Im ersten Quartal 2011 erzielte die GSW ein Konzernergebnis in Höhe von 36,0 Mio. Euro nach -11,3 Mio. Euro im Vorjahr.


FFO I zwischen 54 und 59 Mio. Euro für das Gesamtjahr erwartet
Der für die Dividendenzahlung relevante FFO I (Funds from Operations) belief sich zum Ende des ersten Quartals 2011 auf 13,2 Mio. Euro. Dies entspricht bei 41,052 Mio. Aktien einem FFO I je Aktie von 0,32 Euro. „Für das Gesamtjahr erwarten wir einen FFO I zwischen 54 und 59 Mio. Euro“, prognostiziert Segal. Die GSW plant, rund 65 Prozent des FFO I als Dividende auszuschütten.

Erfolgreiche Refinanzierung im ersten Quartal
Im ersten Quartal konnte die GSW eine maximal bis 2013 laufende Kreditverbriefung (CMBS Kredit) in Höhe von ca. 890 Mio. Euro vorzeitig refinanzieren. Aufgrund der neuen bilateralen Darlehensverträge mit sechs deutschen Banken besitzt die GSW damit bis zum Jahr 2016 keine weiteren nennenswerten Refinanzierungsnotwendigkeiten. Der höhere Durchschnittszinssatz der refinanzierten Kredite zugunsten der Sicherung einer langfristigen Finanzierungsstruktur im Vergleich zur Verbriefung wird den FFO auf Jahressicht beeinflussen.

Eigenkapitalquote und Net Asset Value gestiegen
Die Eigenkapitalquote der GSW nach IFRS betrug zum 31. März 2011 37,8 Prozent (31.12.2010: 36,4 Prozent). Der Nettosubstanzwert des Unternehmens nach EPRA (NAV = Net Asset Value) erhöhte sich aufgrund des positiven Quartalsergebnisses von 991,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2010 um 30,7 Mio. Euro auf 1.022,1 Mio. Euro. Dies entspricht bezogen auf 41,052 Mio. Aktien nach der Kapitalerhöhung einem EPRA NAV je Aktie von 24,90 Euro. Aufgrund der Stichtagsbetrachtung sind in diesen Werten die Nettomittelzuflüsse aus der Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsenganges in Höhe von rund 100 Mio. Euro noch nicht enthalten.

Das Verhältnis der Schulden zum Eigenkapital der Gesellschaft auf der Objektfinanzierungsebene (Loan to Value / LTV) belief sich zum 31. März 2011 auf 59,9 Prozent nach 61,1 Prozent zum Ende des Vorjahres (31.12.2010).

Portfoliowert unverändert bei 2,6 Mrd. Euro
Eine Bewertung des Immobilienportfolios wird turnusgemäß zum 31.12. eines jeden Jahres durchgeführt. Der Wert des Immobilienportfolios liegt daher unverändert bei 2,6 Mrd. Euro. Im ersten Quartal erwarb die GSW 101 Wohneinheiten in Berlin Reinickendorf. Verkauft wurden 122 Wohnungen.

Kapitalerhöhung und erfolgreicher Börsengang
Am 15. April 2011 erfolgte die Erstnotierung der Aktien der GSW im Regulierten Markt (Prime Standard). Das Emissionsvolumen der rund 24,6 Millionen platzierten Aktien inklusive vollständiger Ausnutzung der Mehrzuteilungsoption belief sich auf 468 Mio. Euro. Davon floss der GSW Immobilien AG ein Bruttoemissionserlös von rund 115 Mio. Euro zu. Der Börsengang der GSW war der bislang größte Börsengang an einer deutschen Wertpapierbörse in diesem Jahr. Der Emissionspreis je Aktien betrug 19,00 Euro. Im Rahmen der Börseneinführung wurde der erste Kurs der GSW-Aktie auf 19,55 Euro je Aktie festgesetzt und der Schlusskurs des ersten Handelstages belief sich auf 21,50 Euro je Aktie, was einem Kursanstieg gegenüber dem Emissionspreis von 13 Prozent entspricht. Aufgrund der Abgabe von Aktien haben die Altaktionäre der GSW ihren Anteil auf ca. 40 Prozent reduziert. Die GSW-Aktie ist seit dem 18. April 2011 über einen Schnelleinstieg (Fast Entry) in allen wesentlichen EPRA-Aktienindices vertreten. Die EPRA-Indices sind eine wichtige Benchmark für institutionelle Immobilienaktieninvestoren.