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Grundsteinlegung an JVA Brandenburg - Umfassende Umbauarbeiten bis 2014

Rainer Speer

Für insgesamt rund 120 Millionen Euro soll die Justizvollzugsanstalt (JVA) Brandenburg an der Havel bis 2014 vollständig saniert und modernisiert werden. Mit der Grundsteinlegung für ein neues Eingangsgebäude fiel gestern der symbolische Startschuss für die umfangreiche Umgestaltung der größten und ältesten JVA im Land Brandenburg. Die Grundsteinlegung wurde von Justizministerin Beate Blechinger und Finanzminister Rainer Speer vorgenommen. „Die JVA Brandenburg entspricht teilweise nicht den heute üblichen Standards im modernen Strafvollzug. Nach den Neubauten der JVA Wulkow, Cottbus-Dissenchen und Duben ist dies die letzte große Herausforderung im Strafvollzugsbau des Landes Brandenburg“, sagte Justizministerin Blechinger. „Mit diesem Bauprojekt wird das von der Landesregierung verabschiedete Bau- und Investitionsprogramm für den Strafvollzug bis 2014 zum Abschluss gebracht“, erklärte Finanzminister Speer. „Die größte Herausforderung dieser Baumaßnahme ist die Sanierung bei laufendem Gefängnisbetrieb.“

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Der Eingangsbereich der JVA erhält ein neues zweigeschossiges Pfortengebäude, das in die Umwehrungsmauer eingegliedert ist. Im Erdgeschoss befinden sich die Schleuse sowie Warte- und Sicherheitsbereiche für Gefangene und Besucher. Im Obergeschoss sind Umkleideräume für die Vollzugsbediensteten sowie Technikräume untergebracht. Dieser Neubau kostet 4,1 Millionen Euro und soll bis 2010 fertig gestellt sein. Darüber hinaus entstehen ein neues Besucherzentrum, Arbeitsstätten und Sportanlagen. Außerdem wird eine neue, etwa drei Kilometer lange und 6,50 Meter hohe Mauer das Gefängnis sichern. Dringend notwendige technische Modernisierungsarbeiten werden in nahezu allen Gebäuden vorgenommen. Im Zuge der Umgestaltung wird die Grundstücksfläche der JVA zudem von derzeit 41 Hektar auf 21 Hektar fast um die Hälfte verkleinert. „Bisher wurden 89 Aufträge mit einem Volumen von 31 Millionen Euro vergeben. Davon gingen 75 Aufträge beziehungsweise 26 Millionen Euro an brandenburgische Unternehmen. Erneut zeigen sich regionale Unternehmen als leistungs- und wettbewerbsstark“, sagte Speer.

Im Jahr 1927 wurde mit dem Neubau einer Strafanstalt Brandenburg auf dem heutigen Areal begonnen. Die Gesamtanlage wurde 1931 fertig gestellt. Diese ursprüngliche Anlage steht unter Denkmalschutz. 1990 wurde die Anlage vom brandenburgischen Justizministerium übernommen. Seit 1991 wurden dringende Teilmaßnahmen umgesetzt. Für diese Maßnahmen wurden insgesamt rund 33 Millionen Euro investiert. Darüber hinaus entstand ein Neubau für den offenen Vollzug.