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Großbritannien ist der internationalste Einzelhandelsmarkt der Welt

In einer erstmals in diesem Umfang erstellten Untersuchung hat das Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis die Internationalität der Einzelhandelsmärkte untersucht und dabei den Grad der Internationalisierung der führenden 250 Einzelhändler der Welt in der Studie „Global Retail Report“ festgehalten.

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Als der am stärksten internationalisierte Einzelhandelsmarkt der Welt gilt demnach Großbritannien, gefolgt von Spanien, Frankreich und Deutschland; 55% der Retailer, die international operieren und ihren Hauptsitz außerhalb Großbritanniens haben, sind in UK mit Stores vertreten. Die Positionierung Spaniens zeigt deutlich die gestiegene ökonomische Bedeutung des Landes.

Während die Vereinigten Arabischen Emirate, China und Russland es in die Top 10 der am stärksten internationalisierten Märkte schaffen, landen die Vereinigten Staaten auf Platz 11, was mit der starken Präsenz nationaler Einzelhändler, dem hohen Professionalisierungsgrad der Branche in den USA und den hohen Markteintrittskosten begründet wird.

Bestimmt wird die Internationalisierung durch die großen Luxusmarken. In diesem Marktbereich verfügen 90% der hochpreisigen Marken für Luxusgüter über eine Präsenz in mehr als zehn Ländern.

Karsten Burbach (Bild l.), Head of Retail bei CB Richard Ellis in Deutschland: „Mit diesem Bericht haben wir eine einmalige Bestandsaufnahme des Internationalisierungsgerades im Bereich Einzelhandel, so können wir unsere Kunden weltweit strategisch beraten. Wenngleich die Konsumausgaben in Deutschland langfristig vermutlich real kaum wachsen werden, ist der Markt nicht nur durch sein Volumen von rund 400 Mrd. Euro von Bedeutung. Nationale und internationale Filialisten bauen ihre Marktanteile kontinuierlich auf Kosten der Kauf- und Warenhäuser sowie des mittelständischen Fachhandels aus.“

Die Studie stellt aber auch klar, dass insbesondere Einzelhändler aus Asien, aber auch aus Amerika, im deutschen Markt unterrepräsentiert sind. Und dies aus zweierlei Gründen. Die Hürden der konzeptionellen Anpassung der asiatischen Konzepte für den europäischen Markt sind nicht unbeträchtlich und stellen ein Problem dar. Für viele amerikanische Einzelhändler stellt der heimische Markt, der mehr als die Hälfte des globalen Gesamtmarktes repräsentiert, in vielen Fällen bereits ein ausreichendes Marktpotenzial dar, so dass der Bedarf der internationalen Expansion erst zu einem späteren Zeitpunkt entsteht.

Betrachtet man die Präsenz ausländischer Einzelhändler, liegt Deutschland aber auf einem beachtlichen vierten Platz, der die Attraktivität dieses Marktes unterstreicht. Aktuell wird dies nicht nur durch die bekannte Expansion beispielsweise von H&M und Zara unterstrichen, sondern auch durch neue Konzepte, wie Claire’s, GameStop, Lush, Urban Outfitters, Comptoir des Cotonniers, Princesse tam.tam oder auch Etam, die eine Marktdurchdringung in Deutschland suchen.