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Großbauprojekt: Spatenstich fürs Chemnitzer „Contiloch“

Seit dem Abriss des Textima-Gebäudes im Jahr 1994 klafft im Zentrum von Chemnitz ein großes Loch, nun wird es endlich gefüllt. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Investor Claus Kellenberger setzten diese Woche zum ersten Spatenstich für das neue Technische Rathaus der Stadt an. Damit ist der offizielle Startschuss für die Bauarbeiten des sechsgeschossigen Gebäudekomplexes auf dem Gelände zwischen Bahnhofstraße, Waisenstraße und Dresdner Straße gefallen, die bereits im nächsten Jahr abgeschlossen sein und deren Kosten nach Angaben des Investors im zweistelligen Millionenbereich liegen sollen.

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Die Stadt Chemnitz hatte im Dezember die vollständige Baugenehmigung und sanierungsrechtliche Genehmigung für den Neubau an der Bahnhofstraße erteilt. Der Einzug des Technischen Rathauses ist für Dezember 2017 geplant. Neben dieser Lösung waren während der 22 Jahre dauernden Brachzeit des Grundstücks auch verschiedene andere Bebauungspläne im Gespräch, darunter auch ein Biotop oder ein Großkino.

Mietbeginn ist nach derzeitigen Planungen am 1. Dezember 2017. Für den Umzug der Ämter wird mit sechs bis acht Wochen Dauer gerechnet. Insgesamt belegt die Stadt Chemnitz einschließlich aller Lager-, Beratungs- und Archivräume 12.671 m², hinzukommen Flure, Treppenhäuser und Betriebsräume. In Summe werden rund 16.000 m² angemietet. Im Ergebnis eines Markterkundungsverfahrens im Sommer 2014 hatte die Verwaltung mit der Firmengruppe Kellnberger einen 15-jährigen Mietvertrag abgeschlossen. Der Mietpreis ist auf 8,90 Euro/m² vertraglich fixiert.

Die nun beginnende Baumaßnahme, die den Sonnenberg mit der Innenstadt städtebaulich vernetzt, bildet zugleich den Auftakt für weitere Flächenausschreibungen und künftige Baumaßnahmen entlang der Bahnhofstraße. Sie resultiert aus dem Gutachterverfahren zur Weiterentwicklung der Innenstadt und gibt damit einen städtebaulichen Ausblick: Das Technische Rathaus ist nur ein erster wichtiger Baustein, den Bereich östlich der Bahnhofstraße aufzuwerten und ihm ein neues städtebauliches Gerüst zu verleihen. Dieses soll zukünftig durch weitere Gebäude in den Baufeldern E3 (derzeit Parkplatz am Haus Tietz) und E4 (derzeit Parkplatz An der Johanniskirche) ergänzt werden. Aufbauend auf dem im Jahr 2015 durchgeführten Gutachterverfahren zur weiteren Entwicklung der Innenstadt stellt die Stadt gegenwärtig den Bebauungsplan „Neue Johannisvorstadt“ auf, der die zwei genannten Baufelder E3 und E4 beinhaltet.

Die neuen Gebäude (Technisches Rathaus, Neue Johannisvorstadt) haben mit der geplanten boulevardartigen Grüngestaltung die Kraft, der Bahnhofstraße insgesamt ein neues städtebauliches Antlitz zu verleihen, das - so die berechtigte Hoffnung - identitätsstiftend und belebend für die Attraktivität der gesamten Chemnitzer Innenstadt sein wird.