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Grenzüberschreitende Immobilien-Investitionen legen um 60% zu

Die globalen grenzüberschreitenden Investitionen haben laut Jones Lang LaSalle 2010 gegenüber dem Vorjahr um 60 % zugenommen: ihr Anteil an der Gesamtheit aller direkten Investitionen in Gewerbeimmobilien (ca. 318 Mrd. USDollar) lag damit bei knapp 40 % (rund 130 Mrd. USD). Weltweit entspricht dieser Anteil dem der Boom-Jahre 2006 und 2007.

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Arthur de Haast, Leiter der International Capital Group von Jones Lang LaSalle: „Während des Abschwungs konzentrierten sich Investoren auf die einheimischen, ihnen vertrauten Märkte. In 2010 vergrößerte sich dann wieder das Blickfeld. Eigenkapitalstarke Investoren nahmen hochwertige Assets in reifen und transparenten Core-Märkten außerhalb ihres Landes ins Visier. Dies hatte letztlich das Wiederaufleben grenzüberschreitender Investitionsvolumina gegenüber den risikoreicheren einheimischen Sekundär- und Tertiärmärkten zur Folge. Die Risikobereitschaft der Investoren dürfte auch 2011 zunehmen. Insgesamt erwarten wir im laufenden Jahr ein weiteres Plus des Transaktionsvolumens sowohl im Inland als auch grenzüberschreitend.“

Mehr Kapital wurde 2010 auch außerhalb der eigenen Region bewegt (inter-regionaler Kapitalstrom). Mit 82 Mrd. USD, einem Viertel des gesamten globalen Volumens 2010, lag das Ergebnis bei einem Drittel des Wertes, der zu Zeiten des Höchststands grenzüberschreitender Investitionen erreicht wurde (2007: 243 Mrd. USD). Mehr als ein Drittel des gesamten globalen Volumens waren damals inter-regional.

Als Zielländer lagen die USA mit einem Transaktionsvolumen von 80 Mrd. USD ganz vorn, gefolgt von Großbritannien mit 49 Mrd. USD. Großbritannien verzeichnete mit 20 Mrd. USD weltweit das höchste Volumen grenzüberschreitender Käufer. Der größte Anteil inter-regionaler Käufer (mehr als 5% des globalen inter-regionalen Volumens) entfiel auf das Vereinigte Königreich, hauptsächlich bedingt durch das starke Interesse an Core-Assets in London.

Paul Guest, Leiter Global Research Capital Markets Research: „Neu in der Top 10 Liste der Käufer 2010 waren Investoren aus Ländern wie Malaysia, Saudi Arabien, Indien und Kanada. Das kanadische und malaysische Kapital wurde dominiert von institutionellen Investoren, während es sich bei Käufern aus Saudi-Arabien und Indien hauptsächlich um vermögende Privatinvestoren handelte. Diese neuen Markteilnehmer sind an die Stelle der Investoren aus Australien, China, Spanien und Großbritannien getreten, die aus verschiedenen Gründen – wie z.B. gestiegenen Kurssicherungskosten, eine erneute Konzentration auf den einheimischen Markt und Staatsverschuldungs-Problemen - in 2010 ihr Engagement runter gefahren haben.”

Büroimmobilien vereinen mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Prozentsatz von 58 % (47 Mrd. USD) weiterhin den größten Anteil inter-regionaler Investitionen auf sich. 2009 hatte das Volumen allerdings nur 30 Mrd. USD betragen. Das inter-regionale Hotel-Transaktionsvolumen hat sich gegenüber dem Vorjahr verdreifacht (von 3,3 Mrd. USD auf 10 Mrd. USD), während der Einzelhandels-Sektor gegenüber 2009 einen Zuwachs des inter-regionalen Investitionsvolumens von 31% verzeichnete (von 13 Mrd. USD in 2009 auf 17 Mrd. USD in 2010). Auch 2011 werden diese drei Assetklassen im Brennpunkt des Interesses interregionaler Investoren stehen.