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“Global Property Survey” veröffentlicht

In dem jetzt veröffentlichten „Global Property Survey“ der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS), attestiert die RICS den gewerblichen Immobi- lienmärkten der Welt das stärkste Wachstum der vergangenen 18 Monate. Die Immobilienmärkte zeigen sich vom hohen Ölpreis und den starken Aktienmärkten, die eine Investitionsalternative darstellen, unbeeindruckt. Weiterhin wird, begünstigt durch niedrige Zinsen, viel Kapital in Immobilien investiert.

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Für diese Ergebnisse befragte der weltweit größte Immobilienfachverband international führende Immobilienunternehmen, sowie örtliche Unterneh- men aus den untersuchten Regionen. Der „Global Property Survey“ wird von der RICS alle sechs Monate erstellt und fasst Informationen über 80 Städte in Europa, Nordamerika, Asien und Australien zusammen, die als Key-Indikatoren für einen allgemeinen wirtschaftlichen Ausblick gelten. Die Untersuchung ist mit diesem globalen Ansatz weltweit einmalig. Diese Ausgabe des „Global Porperty Survey“ vergleicht damit die Marktdaten mit dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 2005.

Demnach ist eine steigende Nachfrage nach Gewerbeflächen nicht nur in so genannten Boom-Städten wie Shanghai, sondern auch in weiter entwik- kelten Märkten wie Tokio und Westeuropa zu verzeichnen. Auch für die nahe Zukunft wird erwartet, dass Unternehmen ihre Nachfrage nach weiteren Flächen in allen entscheidenden Märkten der Welt erhöhen, insbesondere in den stark wachsenden Zentren in China und Indien; die Vereinigten Staaten stellen hier eine Ausnahme dar, in den USA wird eine Abschwäch- ung des Nachfrageanstiegs erwartet.

Die Wachstumsliste wird von den stark expandierenden Wirtschaften in Indien und China angeführt, die Erweiterung der Europäischen Union hat zu hoher Nachfrage nach Immobilien in Zentral- und Osteuropa geführt. Aber auch in den weiter entwickelten Volkswirtschaften in Japan und Westeuropa konnte ein Nachfrageanstieg verzeichnet werden, Italien bildet hier die einzige Ausnahme.

Insbesondere die gegenwärtig deutlich bessere Verzinsung von Immobi- lieninvestments im Vergleich zu Staatsanleihen und die angestrebte Diversifikation in den Portfolien der Investoren werden als Grund für die hohe Nachfrage angeführt.

Der Chef-Ökonom der RICS, Milan Khatri, kommentiert: „Die niedrigen Zinsen sind der Hauptgrund für die verstärkte Nachfrage nach Immobilien. Für das Ende des Jahres 2006 rechnen wir allerdings mit einem Anstieg des Zinsniveaus, sowohl in der Euro 12-Zone, als auch in den USA und in Japan. Da die Renditen für Staatsanleihen dieser drei wichtigsten Wirt- schaftsblöcke der Welt schon steigen, wird sich ein bedeutender Impuls des Nachfrageanstiegs abschwächen. Aus diesem Grund ist damit zu rechen, dass sich die enormen Ergebnisse, die Investoren mit ihren Immobilieninvestments erzielt haben, sich in diesem Ausmaß nicht wiederholen lassen.“

„Das Engagement ausländischer Investoren war in den weniger transpa- renten Märkten in Asien schwächer, hier wird die Nachfrageseite verstärkt durch einheimische Teilnehmer bestimmt, auch haben ausländische Investoren bisher das Engagement nicht in gleichem Maße gesteigert, wie das Mietniveau in gewerblich genutzten Gebäuden angehoben werden konnte. Diese Entwicklung steht in Kontrast zu den Märkten in Zentral- und Osteuropa, wo die, durch die Mitgliedschaft in der europäischen Union, hinzugewonnene Sicherheit zu steigenden Preisen bei Immobilienin- vestments geführt hat“, so Khatri weiter.

Für die Eurozone ergibt sich der, in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres verzeichnete Anstieg der Preise aus einem gestiegenen Inves- torenvertrauen in einen ökonomischen Aufschwung, sinkende Arbeitslo- sigkeit und steigende Konsumausgaben.

In Deutschland im speziellen hat ein positiveres Geschäftsklima zu einem Anstieg der Investitionstätigkeit geführt, wenn auch die hohe Leerstandsrate Mieterhöhungen verhindert.

Der „Global Property Survey" im Print ist über die Geschäftsstelle der RICS in Frankfurt erhältlich.