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Gif: Marktumschwung an den deutschen Büromärkten belegbar

Die Büromärkte in den sieben von der gif traditionell untersuchten Immobilienhochburgen haben im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 2,84 Mio. m² erzielt. Dieser Wert liegt damit rund 23% über dem Vorjahreswert von 2009 (2,30 Mio. m²). Nach dem Rekordjahr 2007 (3,4 Mio. m²) bzw. dem Tiefpunkt 2009 konnte der Umsatz damit zum ersten Mal wieder zulegen. Zu diesem Ergebnis kommt der Arbeitskreis Marktanalysen und Bedarfsprognosen der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (gif) aufgrund der von ihm moderierten Abstimmungsrunden mit den marktführenden Immobilienberatern über die Markteckdaten für das Jahr 2010.

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Verhalten hingegen fiel die Entwicklung bei den Mieten aus: Insgesamt stabil, konnten nur an wenigen Standorten erste signifikante Steigerungen registriert werden: in Düsseldorf, Frankfurt und Leipzig, sowie Mannheim und Heidelberg. In Hamburg, Stuttgart und Ludwigshafen wurden leichte Rückgänge gemessen. „Dieser tendenzielle Anstieg der Spitzenmieten markiert gewöhnlich die erste Phase eines positiven Marktumschwungs“, erläutert Ursula Neißer von der gif, welche die Durchführung der diesjährigen Erhebung verantwortet hat. „Diese positive Gemengelage gilt indes nicht für den Leerstand“, so Neißer weiter. „Dieser hat auf einen neuen negativen Höhepunkt zugelegt (9,26 Mio. m² bei einer Quote von 9,3%). An allen untersuchten Standorten sind die Leerstände gestiegen, den höchsten Leerstand hat Frankfurt zu verzeichnen (1,75 Mio. m² bei einer Quote von 14,7%). In den einzelnen Moderatorenrunden wurde ferner berichtet, dass sich mit Blick auf das Jahr 2011 keiner der Standorte über eine zu große Anzahl an kurzfristig auf den Markt drängenden Neubauflächen Sorgen zu machen braucht. Das erwartete Fertigstellungsvolumen wird in 2011 von 1,223 Mio. m² Bürofläche auf 1,163 Mio. m² zurückgehen.

Der aktuelle Büroleerstand in den 15 Büromärkten wird von der gif zum Jahresende mit 9,26 Mio.m² angegeben. Bezogen auf den Gesamtbestand in den untersuchten Städten entspricht dies einer Leerstandsquote von 9,3%. „Gleichwohl wird der Leerstandsanstieg immer stärker durch strukturelle Aspekte getrieben (Altflächen), denn durch Neubauten. Im laufenden Jahr sollte deshalb dieser Trend gestoppt werden“, gibt sich die gif überzeugt. (Infolge der Erweiterung der untersuchten Standorte und der dadurch erschwerten Vergleichbarkeit historischer Datenreihen finden Sie die Detailwerte im Anhang.)

Passend zum leichten Marktaufschwung kann vom gif-Arbeitskreis inhaltlich Erfreuliches vermeldet werden. „Im vergangenen Jahr haben sich unsere Akquisitionsbemühungen ausbezahlt: Mit Bonn, Freiburg und Hannover haben sich weitere bedeutende Immobilienstandorte in unsere Analyse mit einbeziehen lassen“, freut sich Dr. Thomas Beyerle, Leiter des Arbeitskreises Marktanalysen und Bedarfsprognosen bei der gif. „Besonders erfreulich dabei ist, dass die magische Marke von 100 Mio. m² Bürofläche, welche mittlerweile durch die Moderationen der gif abgedeckt wird, erreicht wurde. Offensichtlich wird der ökonomische Mehrwert durch Markttransparenz bei den Beteiligten erkannt. Zumal sich bereits weitere Standorte (wie Bremen und Karlsruhe) um Aufnahme der Erhebung aktuell bemühen“, so Beyerle.