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Doch das Rennen gemacht

Gewobag kauft 527 Wohnungen in Kreuzberg

Der Kauf eines Sozialwohnblocks mit 517 Wohnungen in Berlin-Kreuzberg durch einen Privatinvestor ist vom Tisch. Die landeseigene Gewobag hat das Rennen um die beiden Wohnblöcke gemacht und sich im Bieterverfahren durchgesetzt. Die Beurkundung soll laut des Wohnungsunternehmens zeitnah erfolgen. Die bisherigen Eigentümer sind zwei Kölner Fondsgesellschaften.

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Die Ankündigung des Verkaufs hatte in den letzten Wochen starken Widerstand auf den Plan gerufen, da die Mieter bei einem Verkauf an einen Privatinvestor starke Mieterhöhungen befürchteten. Auf politischer Ebene führte der Widerstand zu Überlegungen im Falle eines Verkaufs an einen Privatinvestor auch hier das Vorkaufsrechts des Bezirks zu nutzen, um den Druck bei den Verhandlungen zu erhöhen. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gehört in diesem Bereich zu den Spitzenreitern, und hat über das Vorkaufsrecht und den Ankauf inzwischen insgesamt rund 2.500 Wohnungen übernommen. „Der Kauf ist im Sinne des Landes Berlin und im Interesse der Mieterinnen und Mieter. Das Land Berlin hatte als mögliche Alternative die Ausübung eines vertraglichen Vorkaufsrechts. Der Vertragsabschluss der Gewobag sichert einen schnellen und wirtschaftlichen Übergang“, so Senator für Finanzen Dr. Matthias Kollatz und für Baustadtrat Schmidt „ein weiterer Schritt zur Erweiterung des Gemeinwohlsektors“. Nach dem Vorbild der Stadt Wien soll der Mietwohnungsbestand im Bezirk, der sich im Besitz von landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften, Stiftungen, gemeinnützigen Vereinen und Mietergemeinschaften befindet, von 27 Prozent auf über 50 Prozent zu erweitern.

Der in 1976 fertiggestellte Sozialwohnungsblock besteht aus den beiden Wohnblöcken Friedrichstraße 226 und Friedrichstraße 225 mit insgesamt 517 Wohnungen und 19 Gewerbeeinheiten. Im Jahr 2015 ist die gesamte Anlage unter Denkmalschutz gestellt worden, der Architekt war Werner Düttmann. Der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller begrüßt das erfolgreiche Ergebnis der Verhandlungen: „Mit diesem weiteren Ankauf sichert die Gewobag in mehr als 500 Wohnungen mitten in Berlin dauerhaft bezahlbare Mieten und nimmt vielen Bewohnerinnen und Bewohnern die Sorge vor Verdrängung. Ich danke der Gewobag und allen weiteren Beteiligten, die daran mitgewirkt haben.“ Die Wohnungsbaugesellschaft hält bereits rund 6.000 Wohnungen im Bezirk und baut ihren Bestand damit weiter aus.