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Gesobau AG: Mietpreisbindung für sozialen Wohnungsbau im Märkischen Viertel endet

Die Mietpreisbindung für den sozialen Wohnungsbau im Märkischen Viertel endet für einen Großteil der Wohnungen der Gesobau AG mit dem 31.12.2007. Ab 2008 gelten dann die mietrechtlichen Vorgaben nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Das bedeutet, dass sich künftig die Berechnung der Nettokaltmieten in großen Teilen des Märkischen Viertels nach dem BGB sowie dem Berliner Mietspiegel richten wird.

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Das Ende der Mietpreisbindung bringt auch höhere Grundsteuern mit sich, die als Betriebskosten umgelegt werden und zu höheren Vorauszahlungen führen können. Weitere Betriebskosten, wie z.B. die Heizkosten, sind in den letzten beiden Jahren ebenfalls stark gestiegen. Deshalb wird es für viele Mieter statt Guthaben wie in der Vergangenheit in diesem Jahr Nachforderungen und Erhöhungen der Betriebskostenvorauszahlungen geben. In einigen Wohnhausgruppen im Märkischen Viertel hat die Gesobau AG die Vorauszahlungen aus diesem Grund bereits angepasst.

Die Gesobau AG wird die gestiegenen Betriebskosten bei der Bemessung der neuen Nettokaltmieten zum 1. Januar 2008 berücksichtigen. "Langfristige, stabile und verlässliche Mietverhältnisse sind ein hohes Gut, das wir im Märkischen Viertel erhalten wollen", sagt Jörg Franzen, Vorstand der Gesobau AG. "Wir streben eine angemessene Bruttomiete an, die die Mieter nicht überfordert. Daher bleiben wir deutlich unter den Mittelwerten des Berliner Mietspiegels und schöpfen dessen Spielraum nicht aus."

Konkret bedeutet dies, dass die Gesobau AG bei rund 35 % der Wohnungen, bei denen die Mietpreisbindung endet, die Nettokaltmiete überhaupt nicht erhöhen wird, da wegen der hohen Betriebskosten eine zu hohe Gesamtbelastung entstehen würde.

Bei den verbleibenden 65 % ergibt sich durch den Bindungsauslauf eine Erhöhung um durchschnittlich 0,15 Euro pro m² und Monat, von durchschnittlich 3,79 Euro auf 3,94 Euro Kaltmiete pro m² und Monat. Zum Vergleich: der Berliner Mietspiegel weist für vergleichbare Wohnungen im Märkischen Viertel durchschnittlich 4,61 Euro pro m² und Monat aus.

Die Gesobau wird die gesteigerten Mieteinnahmen vordringlich für Sanierungen im Märkischen Viertel verwenden, um die hohen Betriebskosten reduzieren zu können. Für den erfolgreichen Beginn dieses Ansatzes steht das Fensterprogramm im Märkischen Viertel mit dem Austausch von 16.000 Fenstern zwischen 2006 und 2008 sowie die laufende Komplettsanierung von über 400 Wohnungen im Eichhorster Weg.

Das Mieterhöhungsverlangen sowie die Betriebskostenabrechnung für 2006 gehen den Mietern im Märkischen Viertel in den nächsten Wochen zu.