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Geplante Saarphilharmonie gut für Immobilienstandort Saarbrücken

Burkhard Blandfort

Der Bau der Saarphilharmonie wird den Saarbrücker Stadtteil Burbach als Immobilienstandort attraktiver machen. Denn in der Nachbarschaft des Konzertsaals werden sich vermutlich Restaurants und andere gastronomische Betriebe ansiedeln. In einem weiteren Schritt könnten Büro- und Wohnhäuser folgen.

Dies prognostiziert der Immobilienverband IVD-West. Erfahrungsgemäß wirken Immobilienprojekte dieser Größe auf die Nachbarschaft wie Katalysatoren. Wenn ein Vorhaben diesen Ausmaßes und mit viel Publikumsverkehr realisiert wird, dann siedeln sich in der Regel auch gastronomische Betriebe und ähnliches an. So können die Konzertbesucher vor beziehungsweise nach der Veranstaltung noch was essen oder trinken.

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"Die Philharmonie könnte ferner dazu beitragen, dass der Stadtteil einen Imagetransfer erfährt und künftig nicht mehr mit Industriebrachen in Verbindung gebracht wird, sondern mit der Konzerthalle", erläutert Burkhard Blandfort, Immobilienmakler in Saarlouis und stellvertretender Vorsitzender des IVD-West.

Er schätzt, dass sich langfristig weitere Firmen auf dem ehemaligen Gelände der Burbacher Hütte niederlassen und das Viertel künftig sogar für Wohnbebauung attraktiv werden könnte. Ein weiterer Pluspunkt für den Standort wäre die Autobahnanbindung, die ab 2013 fertig sein soll.

Beispiel Herford
Eine vergleichbare Entwicklung, die Burbach prophezeit wird, hat die nordrhein-westfälische Stadt Herford hinter sich. Auf dem Areal der ehemaligen Textilfabrik Elsbach entstand vor drei Jahren das Museum "Marta" des amerikanischen Starachitekten Frank O. Gehry, der bereits in Bilbao ein optisch außergewöhnliches Museum schuf. Kaum war sein Herforder Gebäude eröffnet, wurde gegenüber ein denkmalgeschütztes Fabrikgebäude saniert und in ein Einkaufszentrum umgewandelt. "Andere benachbarte historische Gebäude wurden zu Büros, Eigentumswohnungen und einem Restaurant umgebaut", erläutert der Herforder IVD-Makler Uwe Pottharst. Ein Parkhaus sowie Büroneubauten folgten. Kurz: innerhalb von fünf Jahren entwickelte sich das abgehalfterte Industriegelände dank des Museums zu einen Anziehungspunkt.

In Burbach sollte deshalb laut Blandfort die Umnutzung des E-Werks nicht alleine betrachtet, sondern die Nutzung des Umfeldes schon jetzt mit einbezogen werden.