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Genehmigungen im Wohnungsbau im ersten Quartal 2008

Vom Wohnungsbau sind Unternehmen im Hochbausektor schon seit Jahren Kummer gewöhnt. Deshalb sind die jetzt vom statistischen Bundesamt veröffentlichten Genehmigungszahlen aus dem ersten Quartal 2008 fast schon eine gute Nachricht: Insgesamt ist die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen gegenüber dem Vorjahresquartal nur marginal zurückgegangen (um weniger als 1 Prozent). Wie die verschiedenen Bausektoren und die verschiedenen Bundesländer abgeschnitten haben, finden Sie hier.

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Deutschlandweit wurden im ersten Quartal 2008 40.340 Genehmigungen für Wohnungen erteilt, davon 85 Prozent in den alten Bundesländern. Knapp 88 Prozent der Genehmigungen waren Genehmigungen für neue Wohnungen. Gegenüber dem Vorjahresquartal haben vor allem die Genehmigungen für Baumaßnahmen im Bestand kräftig zugelegt: um rund 12 Prozent. Verantwortlich für diese Entwicklung war vor allem der Osten: Während der Baumaßnahmenanteil der Genehmigungen in den alten Bundesländern um 5 Prozent schwächer ausfiel als im ersten Quartal 2007, konnten Berlin und die neuen Flächenländer das schwache Vorjahresergebnis um 115 Prozent überbieten. Im Neubau gab es dagegen einen bundesweiten Genehmigungsrückgang von 2 Prozent.

Die Genehmigungen für Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern sind im Vergleich zum Vorjahresquartal rückläufig, leichten Zuwachs hatten dagegen die genehmigten neuen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (um 1 Prozent).

Im ersten Quartal 2008 wurden insgesamt 30.530 Genehmigungen für Wohngebäude erteilt, davon rund 68 Prozent für Neubauten. Die meisten Genehmigungen wurden mit 84 Prozent im Westen Deutschlands erteilt.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Zahl der Baugenehmigungen für Wohngebäude bundesweit um 3 Prozent zurückgegangen. In den westlichen Bundesländern fiel der Verlust wesentlich stärker ins Gewicht als in Berlin und den neuen Ländern. Der Rückgang betraf alle Wohngebäudearten, lediglich Gebäude mit drei und mehr Wohnungen hatten einen bundesweiten Zuwachs von rund 3 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Im ersten Quartal 2008 wurden deutschlandweit neue Wohngebäude mit einem Rauminhalt von 22.046.000 Kubikmetern genehmigt, davon rund 62 Prozent Raum in Einfamilienhäusern und 28 Prozent in Mehrfamilienhäusern. Die neu genehmigte Wohnungsfläche in Wohngebäuden betrug 4.041.300 m² und fiel mit 61 Prozent ebenfalls größtenteils auf Einfamilienhäuser und zu 29 Prozent auf Mehrfamilienhäuser.

Drei Viertel der Auftraggeber von neu genehmigten Wohngebäuden waren im ersten Quartal 2008 private Haushalte und etwa 26 Prozent Unternehmen (vor allem Wohnungsunternehmen). Gegenüber dem Vorjahresquartal hat sich die Anzahl der Unternehmen als Auftraggeber bei Genehmigungen im Wohnneubau bundesweit um rund 14 Prozent verkleinert.

Die meisten Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden im ersten Quartal 2008 in den bevölkerungsreichen Bundesländern Nordrhein-Westfalen (9.083 Wohnungen) und Bayern genehmigt (8.077 Wohnungen), gefolgt von Baden-Württemberg und Hessen. Weniger als 500 Genehmigungen im Wohnungsbau gab es in Bremen, im Saarland und in Thüringen, aber auch die Flächenländer Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt lagen nur vergleichsweise knapp über dieser Marke und schnitten schlechter ab als die Hansestadt Hamburg.