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GdW: Integrationsplan unterstreicht Bedeutung sozial und ethnisch gemischter Wohnquartiere

„Die vom GdW vertretenen Wohnungsunternehmen waren und sind Vorreiter bei der Integration vor Ort. Sie haben seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht nur große Flüchtlings- und Wanderungsströme mit Wohnraum versorgt, sondern immer auch sozial stabile Quartiere und das Zusammenleben in den Nachbarschaften gefördert“, sagte Lutz Freitag (Bild l.), Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Vor dem Hintergrund stark gestiegener Zuwanderung und zunehmender sozialer Erosion in vielen städtischen Wohngebieten wies der GdW 1999 im Rahmen der Grundlagenstudie „Überforderte Nachbarschaften“ auf die neuen Herausforderungen in den Wohnquartieren hin. Ein politisches Ergebnis der damaligen GdW-Kampagne sei u. a. das seitdem sehr erfolgreiche Programm Soziale Stadt gewesen. Der GdW begrüße daher die im Integrationsplan zugesagte Verstetigung der Mittel für dieses Programm. Bund und Länder sollten in größerem Umfang als bisher auch EU-Mittel für Ausbildung und Beschäftigung in der lokalen Wirtschaft einbeziehen. Es werde vom Integrationsplan zu Recht hervor gehoben, dass das unmittelbare Wohn- und Lebensumfeld – neben den Bereichen Arbeit und Bildung – von zentraler Bedeutung für den Verlauf und Erfolg von Integrationsprozessen sei, betonte Freitag. Unterstützende Maßnahmen zur Integration seien umso notwendiger, je mehr die Menschen mit Migrationshintergrund von Arbeitslosigkeit, unzureichender Ausbildung und fehlenden Sprachkenntnissen betroffen seien.

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Wie die Entwicklung der Bevölkerung insgesamt, sei auch der Anteil von Zuwanderern in den einzelnen Regionen in Deutschland sehr unterschiedlich. Umso wichtiger sei es daher aus Sicht des GdW, dass die Schaffung und Sicherung sozial und ethnisch gemischter Quartiere für die Stadtteil- und Quartiersentwicklung als Ziel in den Integrationsplan aufgenommen wurde. Der Nationale Integrationsplan unterstreiche auch, wie wichtig gerade kommunale Wohnungsunternehmen für die Bewältigung der integrativen Herausforderungen seien.

„Integration findet vor Ort statt. Wie ein Seismograf spüren die Wohnungsunternehmen in den Quartieren sehr frühzeitig die gesellschaftlichen Veränderungen“, so der GdW-Chef. Daher böten die vom GdW vertretenen Wohnungsunternehmen eine Vielzahl integrationsfördernder Maßnahmen an, darunter z. B. Nachbarschaftstreffs, Betreuungs- und Beratungsangebote, Begegnungsstätten, Sprachkurse sowie Unterstützung bei Behördengängen. Auch würden Mitarbeiter/innen der Unternehmen für die Mieterschaft aus verschiedenen Kulturkreisen besonders geschult und Menschen mit Migrationshintergrund als Mitarbeiter/innen eingestellt.

„Der GdW hat für die gesamte Wohnungs- und Immobilienwirtschaft an den Beratungen zum Nationalen Integrationsplan intensiv mitgewirkt und die jahrzehntelangen Erfahrungen der Wohnungsunternehmen in Fragen der Integration in den Quartieren in das Abschlussdokument eingebracht. Er bietet auch für die Umsetzung des Nationalen Integrationsplanes seine Mitarbeit an“, so Lutz Freitag. Wohnquartiere mit funktionierenden Nachbarschaften seien ein Standortvorteil für die Städte.