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GBH weiter auf Erfolgskurs

Die Grundstücks- und Baugesellschaft AG, Heidenheim (GBH AG) steuert weiter auf Erfolgskurs. Dokumentiert wird dies durch die Zahlen, die Vorstand Martin Griesinger am Dienstag (4. Juli) bei der Bilanzpressekon- ferenz in Heidenheim vorlegte.

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Mit einem Jahresüberschuss von 15,4 Millionen Euro verzeichnete die GBH im Geschäftsjahr 2005 das beste Ergebnis ihrer 98-jährigen Geschichte. Gegenüber 2004 bedeutet dies eine Steigerung um knapp 30 Prozent. Laut Griesinger ist dieses Ergebnis umso bemerkenswerter, weil sich die Bran- che in einem schwierigen Marktumfeld befindet.

Der Cash-Flow erhöhte sich von 16,35 auf 19,84 Millionen Euro. Griesinger: „Somit verfügt die GBH über ausreichend Liquidität, um neue Projekte zu verwirklichen, in die Bestände zu investieren und Akquisitionen zu tätigen.“ Die 2004 eingeleitete Portfoliostrategie, ein Mix aus Wohnraumbewirtschaf- tung, Wohnungsprivatisierung sowie Abbruch und Neubau, habe sich als richtig erwiesen, wie der deutliche Rückgang des Leerstandes zeige. Trotz schlechter Rahmenbedingungen, hoher Investitionen und problembehafte- ter Teilmärkte konnte der Unternehmenswert nach Berechnungen der GBH um 10,2 Prozent auf 382 Millionen Euro gesteigert werden. „Unsere Aktio- näre sind an einem Unternehmen beteiligt, das eine Wertsteigerung erfah- ren hat,“ betonte der GBHChef. Das Eigenkapital hat durch das Jahreser- gebnis ein Volumen von 185 Millionen Euro erreicht. Dies sind 49,4 Prozent des Gesamtkapitals. Damit liegt die GBH überaus deutlich über dem Bran- chenwert von rund 24 Prozent. Die Eigenkapitalrendite erreichte mit 8,3 Prozent ein Hoch, ebenso die Gesamtkapitalrendite mit 5,7 Prozent. Um gut vier Prozent auf 375 Millionen Euro gestiegen ist die Bilanzsumme. Zuge- nommen hat die Aktiva, vor allem durch Investitionen sowie liquide Mittel und Wertpapiere.

Gut 23 Millionen Euro hat die GBH 2005 für Instandhaltung und Moderni- sierung aufgewendet. Nach Abschluss dieser umfangreichen Sanierungen, hauptsächlich in Heidenheim und Frankenthal, wird mit einem deutlichen Rückgang des heutigen Leerstandes von 8,3 Prozent (622 Wohneinheiten) gerechnet. Die Durchschnittsmiete pro Quadratmeter lag Ende des Ge- schäftsjahres bei 4,76 Euro. Das sind 0,9 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Erhebliche Steigerungen erwartet Griesinger allerdings bei den Energie- kosten, so dass die Nebenkosten, auch zweite Miete genannt, bei 30 bis 35 Prozent liegen werden.

Aufgrund der Marktsituation hat die GBH 2005 keine neuen Bauvorhaben in Angriff genommen. Für 2006 plant das Unternehmen an den Hauptstand- orten wieder Neubauten, besonders auf den Abbruchflächen. Positiv entwickelt haben sich die GBH-Töchter. „Grün in Form“ steigerte ihren Umsatz um elf Prozent auf 2,06 Millionen Euro. Die GIP (Gebäudetechnik, Industrieplanung und Projektmanagement) setzte 1,5 Millionen Euro um, wobei ein Großteil des Umsatzes über interne Aufträge realisiert wurde.

Der Kurs der GBH-Aktie entwickelte sich hervorragend. Er stieg von 24 Euro (1. Januar) auf 37,6 Euro (31. Dezember) - ein Zuwachs um 56,6 Prozent. Griesinger dazu: „Durch die positive Kursentwicklung seit der zweiten Jahreshälfte 2005 hat sich die Marktkapitalisierung deutlich erhöht.“

Der Bilanzgewinn beträgt 8,7 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,35 Euro pro Stückaktie vor. Abschließend stellt Griesinger fest, dass die GBH mit ihrer 2003 begonnen Portfoliostra- tegie auf dem richtigen Weg ist und den Veränderungen auf dem Wohn- ungsmarkt, darunter verstärkte Nachfrage nach kleineren Wohnungen, Rechnung trägt. Alte Objekte, die nicht mehr marktgängig und unter wirt- schaftlichen Aspekten nicht mehr zu modernisieren sind, werden abge- rissen. Die frei gewordenen Grundstücke sollen zunächst bevorratet und bei Bedarf wieder bebaut werden. Die hohe Liquidität versetzt die GBH in die Lage, sich an anderen Wohnungsunternehmen zu beteiligen oder auch geschlossene Wohnungsbestände zu erwerben.