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Garbe investiert 50 Mio. Euro in World-Cargo-Center Norderstedt

Die Baugenehmigung ist erteilt, die Verträge mit den ersten Mietern sind unter Dach und Fach: Zum 1. April wird die Unternehmensgruppe Garbe auf dem Nordport-Gelände in Norderstedt mit dem Bau eines modernen Luftfrachtzentrums beginnen. Rund 50 Millionen Euro investiert der Hamburger Logistikimmobilienentwickler in das Objekt. Im Dezember 2007 soll der erste Bauabschnitt fertig sein.

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Nachdem der Hamburger Flughafen einer Umsiedlung der Luftfracht nach Norderstedt eine Absage erteilt hat, hält Garbe an den Plänen fest. Auf dem 65.000 m² großen Grundstück, das der Investor von der Entwicklungsgesellschaft Norderstedt gekauft hat, sollen in zwei Bauabschnitten insgesamt 30.000 m² Logistik- und 13.000 m² Bürofläche entstehen. Für diese Flächen hat Hans-Joachim Grote, Oberbürgermeister der Stadt Norderstedt, jetzt die Baugenehmigung erteilt. Jens-Uwe Wittern (Bild 1, l.), Vorstand der Garbe Logistic AG, rechnet mit einer Bauzeit von maximal einem Dreivierteljahr für den ersten Bauabschnitt von ca. 21.000 m² Hallen- und Bürofläche.

Pkw-Stellplätze auf dem Dach
„Wir werden unseren Kunden ein optimal konzipiertes, mit fairen und konkurrenzfähigen Mietkonditionen ausgestattetes World-Cargo-Center übergeben, das modernsten Standards entspricht“, so Jens-Uwe Wittern. Dazu zählen stützenfreie Lagerflächen mit direkter Anbindung der Büroflächen. Palettenauf- bzw. –abbaustationen mit hydraulisch ausfahr- und versenkbare Bühnen stellen sicher, dass Luftfrachtpaletten schnell und ohne Probleme auf- und abgebaut werden können. Hinzu kommen großzügige Rangierflächen vor den Hallen und im Abstellbereich. An den Hallen können 55 Lkw andocken. Das ganze Areal bietet im Endausbau Platz für 125 Lkw und 500 Pkw. Um Platz zu sparen und die Verkehre sauber zu trennen werden, die Pkw-Stellplätze auf das Dach verlegt. Die Anbindung zum 4,5 Kilometer entfernten Flughafen wird in der ersten Baustufe durch einen Shuttlebetrieb sichergestellt.

Jens-Uwe Wittern bedauert die Entscheidung des Flughafens Hamburg, die Luftfracht nicht nach Norderstedt auszulagern: „Nach unserem Verständnis hat der Flughafen kein gesteigertes Interesse an einem länderübergreifenden Frachtkonzept und möchte eine solche Entwicklung zumindest nicht innerhalb der kommenden fünf bis zehn Jahre“, sagt der Investor. „Im Gegensatz zu den Nutzern glauben die Flughafenverantwortlichen, mit dem derzeitigen Zustand der Gebäude und deren Kapazität weiterhin auskommen zu können.“

Zuwächse beim Umschlag am Flughafen Hamburg
Seit Jahren registriert der Flughafen Hamburg Zuwächse bei den Umschlagmengen. 2005 legte das Frachtaufkommen um 3,6 Prozent auf 75.000 Tonnen zu. Für 2006 wird mit einem Anstieg auf 85.000 Tonnen (plus 13 Prozent) gerechnet. Die offizielle Vorstellung der Zahlen steht noch aus. Die Frachtkapazität beläuft sich nach Angaben des Flughafens auf 110.000 Tonnen pro Jahr.

Dass der Flughafen den geplanten Umzug der Luftfracht nach Norderstedt stoppt, kann Jens-Uwe Wittern nicht verstehen: „Als Begründung für den Ausstieg aus der Verlagerung der Luftfracht zum Nordport führt der Flughafen zu hohe Mietkonditionen für die Nutzer an. Aufgrund der von Garbe mit den Mietern und den potenziellen Nutzern abgestimmten und auch dem Flughafen bekannten Konditionen ist diese Argumentation nicht nachvollziehbar und somit aus Sicht der Nutzer und Garbe nur ein vorgeschobenes Argument.“

Die ersten beiden Mieter vorgestellt
Mehr als 100 Niederlassungen von Speditionen, Luftverkehrsgesellschaften und Abfertigungsunternehmen sind auf dem Frachtgelände des Hamburger Flughafens ansässig. Vor Baubeginn im Nordport stehen mit THS TRUCK HANDLING SERVICE Spedition GmbH und Pfister Logistic GmbH bereits zwei Mieter fest, die in das neue Luftfrachtzentrum einziehen werden. Jens-Uwe Wittern geht davon aus, dass bei Bezugsfertigkeit des ersten Bauabschnitts alle Flächen vermietet sein werden.