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Auch Gagfah verweigert Transparenz bei Vorstandsgehältern

Die Gagfah und viele Unternehmen in Deutschland verweigern trotz Transparenzkodex die Offenlegung ihrer Vorstandsgehälter. Und das, obwohl der sogenannte Corporate Convenience Kodex bereits seit 10 Jahren existiert. Eine Untersuchung von Euro am Sonntag hat ergeben, dass 25 % der im MDAX gelisteten Unternehmen zwar die Gesamtvergütung des Vorstandes offenlegen. Die personenbezogene Aufschlüsselung für jedes Vorstandsmitglied wird aber umgangen.

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Die Gagfah gibt als Grund für diese Transparenzverweigerung an, sie sehe sich als Luxemburger Unternehmen nicht an Vorgaben eines deutschen Kodex gebunden. Dabei nutzt die Gagfah ein Schlupfloch in der Gesetzgebung. Die Hauptversammlung der Aktionäre kann entscheiden, das Unternehmen von der individualisierten Offenlegung zu entbinden. Eine Mehrheit von 75% des Kapitals ist dafür notwendig. Unternehmen mit einem Großaktionär ist diese Mehrheit leicht zu erreichen. Aus Sicht der Aktionäre und deren Schutzorganisationen ist dies natürlich nicht akzeptabel.

Doch in Zukunft wird es wohl weniger Verweigerungen geben. Bei einigen Unternehmen wie bei Gerresheimer, Hugo Boss oder ProSiebenSat1 steht der Ausstieg des Großaktionärs an, so dass die Mehrheit für eine Ausnahmeregelung gefährdet ist.