Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Freundlichere Stimmung auf den Märkten für Gewerbeimmobilien

Die Nachfrage nach Gewerbeflächen hat im vierten Quartal 2010 in den meisten europäischen Ländern zugenommen. Dies wird in den kommenden Monaten auch zu steigenden Mietpreisen führen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuell vorgestellte Global Commercial Property Survey der RICS. In diesem Zusammenhang erwartet das Unternehmen auch eine Reduzierung der Leerstände für viele Märkte und sieht insgesamt eine bessere Stimmung auf den weltweiten Gewerbeimmobilienmärkten.

.

Russland und die Ukraine haben den stärksten Anstieg bei der Nachfrage nach Gewerbeflächen verzeichnet, heißt es in der Analyse. Folgen würde Deutschland, wo positive Wirtschaftsaussichten, sinkende Arbeitslosenzahlen und ein steigendes Konsumklima zu verzeichnen seien. Für Griechenland, Spanien, Irland und Portugal stellte RICS allerdings eine sinkende Flächennachfrage festgestellt. Als Gründe dafür nennt das Unternehmen die staatlichen Sparmaßnahmen, die hohe Staatsverschuldung und die hohe Arbeitslosigkeit in diesen Ländern.

Dreizehn der 24 in der Studie untersuchten Länder haben einen Anstieg bei der Investmentaktivität verzeichnet, heißt es weiter. Im dritten Quartal 2010 sei dies noch in siebzehn Ländern der Fall gewesen. Dabei seien für Polen und die Türkei die besten Ergebnisse registriert worden. Insgesamt hätten sich in Europa die Märkte für Einzelhandels- und Büroimmobilien am besten entwickelt, heißt es in der Studie. Weltweit erwartet RICS die positivsten Mietpreiserwartungen im ersten Quartal 2011 für die Region Latein- und Mittelamerika sowie Asien. Dabei sind die Ergebnisse aus Peru aus Sicht des Unternehmens besonders optimistisch. Von den großen Volkswirtschaften seien Hongkong, China, Singapur und Brasilien führend. Im Gegensatz dazu erwarte die Mehrheit der Befragten für Japan weiter sinkende Mietpreise.

Die Ergebnisse für die Investmentmärkte sind weitgehend ähnlich. Für Asien und Lateinamerika werden die stärksten Anstiege der Kapitalwerte erwartet, so die Studie. Das zeige etwa die weiterhin starke Entwicklung der Immobilienmärkte in Hongkong und China, wo die Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Abkühlung der Märkte bisher nur begrenzt Wirkung gezeigt hätten. Für China seien sowohl die Erwartungen zur Mietpreisentwicklung als auch zur Entwicklung der Flächennachfrage stark positiv. Entsprechendes gelte für Hongkong. Für den Gewerbeimmobilienmarkt der Vereinigten Staaten gäbe es erste Anzeichen einer Erholung. Die Erwartungen zur Entwicklung der Kapitalwerte hätten sich im vierten Quartal 2010 verbessert mit entsprechenden Auswirkungen auf den Transaktionsmarkt. Auch die Stimmung unter den US-Investoren verbessere sich, genauso wie die Anzahl der Bieter pro Objekt. Die Entwicklungserwartungen für die Mietmärkte seien zwar weiter negativ, allerdings hätten sich auch hier die Erwartungen verbessert.

Insgesamt erkenne man eine bessere Stimmung auf den Gewerbeimmobilienmärkten weltweit, urteilt RICS. Solides Wachstum in Asien, Lateinamerika und Teilen von Osteuropa würden zu einer verbesserten Situation auf den Immobilienmärkten führen. Die Angst vor einer erneuten Preisblase führe in diesen Teilen der Erde zu Erhöhungen bei den Leitzinsen. Dennoch erwartet RICS für das Jahr 2011 in diesen Ländern einen starken Zuwachs bei den Kapitalwerten für Gewerbeimmobilien.