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Freiraumwettbewerb für Tegel entschieden

Spannende Dramaturgie von urban bis naturnah

Mit einer durchdachten und sensiblen Lösung gewann die Atelier Loidl Landschaftsarchitekten Berlin GmbH den im August 2015 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sowie der Tegel Projekt GmbH ausgelobten Wettbewerb, an dem 17 Büros und Planungsgemeinschaften aus Deutschland und dem europäischen Ausland teilgenommen hatten.

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Areal Berlin TXL – The Urban Tech Republic
Gegenstand der Planung war das Areal des künftigen Forschungs- und Industrieparks für urbane Technologien „Berlin TXL – The Urban Tech Republic“. Zusammen mit dem neuen Wohnviertel „Schumacher-Quartier“ soll dies die Nachnutzung für das rd. 495 ha große Gelände des Flughafens Tegel darstellen, wenn dieser im Anschluss an die Inbetriebnahme des neuen Hauptstadtairports voraussichtlich 2018 aus der Nutzung genommen wird. Bis zu 1.000 Unternehmen sollen sich mit rd. 17.500 Beschäftigten ansiedeln, ins ehemalige Terminalgebäude will die Beuth-Hochschule mit rd. 2.500 Studierenden einziehen. Das Schumacher-Quartier soll 5000 Wohnungen umfassen.

Ausschließlich Berliner Büros auf den ersten drei Plätzen
Der Wettbewerb zur Freiraumplanung wurde durch die Jury mit ihrer Vorsitzenden, der Landschaftsarchitektin Andrea Gebhard, bereits am 17. Dezember 2015 entschieden. Der Gewinner, die Berliner LOIDL GmbH, wurde jetzt bekanntgegeben. Zweiter Sieger wurde die hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin. Der dritte Preis ging an die Landschaftsarchitekten Kuhn Klapka GmbH, Berlin. Die Preissumme beträgt insgesamt 171.000 Euro.

Großteil der Planung wird unmittelbar umgesetzt
Zielvorgaben für die Freiraumgestaltung des Campus waren formuliert: So sollte die Transformation des Standortes sichtbar und erlebbar werden. Ein großer Teil der Flächen soll direkt realisiert werden, für andere Flächen Ideen erarbeitet werden, welche die Beuth-Hochschule in gesonderten Planungsprozessen implementieren würde. Staatssekretär Dr. Engelbert Lütke Daldrup und Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, die im Preisgericht an der Entscheidung mit-gewirkt haben, zeigten sich sehr zufrieden über das Ergebnis. „Mit dem Entwurf erhalten wir ein überzeugendes, tragfähiges, gut umsetzbares Konzept, das der Urban Tech Republic das gewünschte Profil geben wird“, sagte Staatssekretär Lütke Daldrup.

Sensibler und dramaturgisch spannender Ansatz
Das Preisgericht beurteilt die Planung so: „Der Entwurf arbeitet in den unterschiedlichen Teilräumen sensibel und überzeugend verschiedene Freiraumcharaktere und Atmosphären heraus. Die Freiraumtypologien reagieren dabei auf die unterschiedlichen städtebaulichen und landschaftlichen Kontexte. Es wird dabei eine spannende Dramaturgie von urban bis naturnah entwickelt. Damit entsteht ein überzeugender An¬satz, der Richtungen aufzeigt, aber gleichzeitig noch Spielräume der weiteren Konkretisierung offenhält.“

Die Bau- und Realisierungskosten werden mit ca. 10 Mio. Euro für gut 100.000 m² Freiraum veranschlagt. Die Realisierung der Freiraumplanung soll sich über mehrere Jahre erstrecken.