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Frankfurter Hotelmarkt: 5,3 Mio. Übernachtungen in Sicht

Nach einem Rekordjahr 2006 hat der Frankfurter Hotelmarkt in diesem Jahr weiter zugelegt. Laut dem Hotelmarktbericht Frankfurt der Dr. Lübke GmbH ist besonders die Zahl der inländischen Reisenden stark gewachsen. Dadurch haben die Übernachtungen in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,1 Prozent zugelegt (4,03 Mio.). Dennoch weist die Mainmetropole unverändert die höchste Quote an internationalen Gästen (49%) auf. Nach wie vor dominieren Geschäftsreisende bei den Übernachtungen (70%). Trotz eines leichten Preisrückgangs sind die Hotelzimmer in Frankfurt mit durchschnittlich 111 Euro immer noch die teuersten in ganz Deutschland. Mit Hilfe eines ausgeweiteten Kulturprogramms plant die Stadt in Zukunft mehr Freizeittouristen nach Frankfurt zu locken. In den nächsten zwei Jahren sollen 13 neue Hotels und Boardinghäuser entstehen.

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Bis Jahresende erwartet das Research-Team von Dr. Lübke rund 5,3 Mio. Übernachtungen. „Dieses positive Ergebnis ist auf die stark gewachsene Nachfrage inländischer Gäste zurückzuführen“, so Andreas Erben (Bild l.), Leiter Hotel der Dr. Lübke GmbH. Diese sei in den ersten neun Monaten um 10,8 Prozent gewachsen.

Der Anteil der ausländischen Reisenden ist hingegen um 0,43 Prozent gesunken. Dennoch hat die Metropole unter den deutschen Top-Ten-Hotelstandorten mit 49 Prozent weiterhin den größten Anteil an internationalen Gästen. Während im Auslandsmarkt besonders Großbritannien (+40.200 Übernachtungen), Japan (+24.700) und Spanien (+17.100) zugelegt haben, ist die Anzahl der Gäste aus den USA um 32.500 Übernachtungen zurückgegangen.

Am Wochenende stehen viele Zimmer leer
Nach wie vor kommt der überwiegende Teil der Gäste aus geschäftlichen Gründen nach Mainhatten. „Dadurch sind viele Häuser während der Woche quasi ausgebucht. An den Wochenenden herrscht hingegen Leere.“ Die Zimmerauslastung ist im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent zurück-gegangen (61,5%). Frankfurt belegt damit unter den inländischen Hotelstandorten Platz acht.

Nach Berlin ist die Bankenmetropole der zweitwichtigste Tagungsmarkt in Deutschland. Mehr als ein Viertel der Übernachtungen (1,3 Mio.) gingen im vergangenen Jahr auf Tagungsbesucher zurück. Fast genauso viele Übernachtungsgäste brachten Messen, wie die IAA oder die Buchmesse.

„Bei derartigen Veranstaltungen sind die Gäste relativ preisunsensibel. Dadurch können es sich die Frankfurter Hoteliers leisten, die teuersten Zimmer in Deutschland anzubieten“, erklärt Erben. Die durchschnittliche Zimmerrate ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent zurückgegangen und beträgt 111 Euro. Damit führt die Mainmetropole vor München (110 Euro), Hamburg (96 Euro), Köln und Stuttgart (je 90 Euro).

Das Angebot wächst weiter
Und das Bettenangebot in Frankfurt wächst kontinuierlich weiter. Ende 2006 registrierte die Stadt 31.276 Betten. Bis Ende diesen Jahres rechnet das Dr. Lübke Research-Team mit 33.900 Betten. „In den kommenden zwei Jahren wird das Angebot weiter wachsen. Unseren Informationen zufolge planen bis 2009 13 neue Hotels und Boardinghäuser ihre Pforten zu öffnen.“ U.a. sollen das Flemings Hotel Deluxe Frankfurt City am Eschenheimer Tor, ein NH Hotel in der Bleichstraße sowie zwei Hilton Hotels am ICE-Bahnhof (Flughafen) eröffnet werden.

Erben ist sich sicher, dass die Besucherzahlen auch in Zukunft weiter wachsen werden. „Die Budgets für Geschäftsreisen und Tagungen sind bei vielen Unternehmen gewachsen. Außerdem will sich Frankfurt mit dem Museumsufer stärker als Kulturstadt positionieren. Dadurch dürften langfristig auch die Zahlen im Freizeittourismus zulegen.“