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Frankfurter Büromark - Trotz Turbulenzen mit solider Zwischenlandung

Der Frankfurter Büromarkt präsentierte sich auch im dritten Quartal nahezu ungerührt von den Turbulenzen auf den weltweiten Finanzmärkten. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten des Jahres rund 385.000 m² Bürofläche vermietet. Davon entfiel mit 120.000 m² rund ein Drittel auf das dritte Quartal – angesichts der aktuellen Lage ein durchaus gutes Ergebnis. Dennoch wird deutlich: Gegenüber den ersten drei Quartalen 2007 ist die Vermietungsleistung auf dem Frankfurter Markt um -9,4 % gesunken (erstes bis drittes Quartal 2007: 425.000 m²).

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Nach Angaben des Immobilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield (C&W) wurden im dritten Quartal lediglich drei Verträge jenseits der 5.000-m²-Marke geschlossen. Sie vereinigen jedoch 42.500 m² auf sich bzw. 35 % des Quartalsumsatzes. Allein der Abschluss der Stadtwerke Holding in der Kurt-Schumacher-Straße 10-12 beläuft sich auf 25.000 m². „Die vergleichsweise geringe Zahl großer Abschlüsse lässt uns schon aufhorchen“, so Jörg Ettmann, Leiter der Bürovermietungsabteilung von C&W Deutschland. „Doch gehen wir angesichts der stabilen Umsätze im mittleren und kleineren Flächensegment zuversichtlich in das vierte Quartal. Hier erwarten wir auch kurzfristig eine gute Entwicklung.“
Der Abbau der Leerstandsflächen schreitet im dritten Quartal weiter voran. Aktuell stehen im Marktgebiet 1,46 Mio. m² zur kurzfristigen Anmietung zur Verfügung. Die Leerstandsquote ist somit erneut leicht auf aktuelle 12,6 % gesunken (drittes Quartal 2007: 14,7 %). „Allerdings ist für 2009 nicht zu erwarten, dass sich der Leerstandsabbau in diesem Maße fortsetzen wird“ erklärt Ettmann, „schließlich werden im nächsten Jahr zahlreiche Neubauflächen fertiggestellt“. Weiterhin kritisch ist nach C&W die Lage in peripheren Standorten sowie bei Flächen einfachen Standards zu bewerten: „Die Nachfrage konzentriert sich auf qualitativ hochwertige Flächen in zentralen Lagen. “

Für das vergangene Quartal vermelden die Berater von C&W eine stabile Entwicklung der Spitzenmiete. Sie beläuft sich auf 37,50 EUR/m²/Monat und wird im Bankenviertel erzielt. Allerdings prognostiziert das Beratungshaus einen leichten Anstieg der Spitzenmieten in den kommenden Monaten. „Für Top-Objekte wie dem Opernturm werden derzeit Mietverträge jenseits der 40-Euro-Marke verhandelt und sehr wahrscheinlich auf diesem Niveau auch zum Abschluss kommen“, kommentiert Jörg Ettmann die aktuelle Entwicklung.

Insgesamt präsentiert sich der Frankfurter Markt Anfang Oktober erstaunlich robust. Die Unsicherheiten auf den Finanzmärkten wie auch die wenig optimistischen Wirtschaftsprognosen sind noch nicht voll auf den Büroflächenmarkt der Mainmetropole durchgeschlagen. Auch Banken und Finanzdienstleister zeigten sich im dritten Quartal überraschend aktiv: Zehn Mietverträge mit einem Flächenvolumen von insgesamt 18.200 m² (15,2 %) entfallen auf diese Branche.

Für das vierte Quartal wird mit einer insgesamt zufriedenstellenden Entwicklung gerechnet – viele Deals sind in Verhandlung, deren Abschluss zum Jahresende realistisch erscheint. Mit einem Umsatz jenseits der 500.000-m²-Marke wird gerechnet. Dennoch: Wo die Reise aber letztlich hingehe, lasse sich, wie so oft in dieser Zeit, nicht voraussagen.