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Frankfurt: Preisschere bei Wohneigentum geht weiter auseinander

Die Preisschere bei Wohneigentum in Frankfurt geht weiter auseinander. Der jüngste Bericht des städtischen Gutachterausschusses für die Ermittlung von Grundstückswerten zeigt, dass sowohl der Anteil der sehr preiswerten Wohnungen als auch der Anteil der hochpreisigen Wohnungen in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat. Bemerkenswert ist dabei das immer differenziertere Preisgefüge innerhalb einzelner Stadtteile: "Die Zeiten, in denen in gehobenen Wohnlagen wie Westend oder Sachsenhausen ausschließlich teure Wohnungen einen Käufer fanden, sind vorbei", heißt es in dem Bericht.

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Näheres Wohnumfeld bestimmt den Preis
Ausschlaggebend für die Wohnungspreise ist dem Bericht zufolge nicht mehr in erster Linie die Wohnlage, sondern das nähere Wohnumfeld. Besonders deutlich wurde dieser Trend in Sachsenhausen. Die meisten Billigwohnungen wurden in diesem Statdteil verkauft, obwohl gerade Sachsenhausen zu den begehrtesten Wohnlagen in Frankfurt gehört, mit Kaufpreisen von über 4.000 Euro/m² bei Spitzenobjekten.

Investoren setzen auf Umwandlung innenstadtnaher Altbauwohnungen
Spitzenpreise von 3.000 Euro/m² bis über 4.000 Euro/m² wurden in den vergangenenen Jahren vor allem in Innenstadtlagen und für Wohnungen am Fluss erzielt. Deshalb treten Investoren laut Gutachterausschuss verstärkt als Umwandler innenstadtnaher Altbauwohnungen auf. Lukrativ umwandelbar seien hauptsächlich Mehrfamilienhäuser mit einem Baujahr um 1900 und Gebäude aus den 50er Jahren mit durchschnittlich 10 Wohneinheiten. Aber auch Bürogebäude würden zunehmend in Wohnungseigentum umgewandelt.

Daten und Fakten zur Preisentwicklung :
- Hochpreisige Wohnungen: Seit 2000 sind im Preissegment zwischen 3.000 und 3.500 Euro/m² 1.500 Wohnungen verkauft worden. 550 Wohnungen erzielten Kaufpreise von 3.500 bis 4.000 Euro/m², 350 Wohnungen wurden über 4.000 Euro/m² gehandelt.
- Preiswerte Wohnungen: Der Anteil der verkauften Eigentumswohnungen mit Preisen von unter 1.000 Euro/m² hat seit 2007 ebenfalls stark zugenommen. Bei diesen preiswerten Wohnungen handelt es sich überwiegend um einfach ausgestattete Wohnhochhäuser, kleinere, sehr einfache Nachkriegsbauten und unrenovierte Altbauten.