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Frankfurt: Investitionsvolumen 47 Prozent über Vorjahreswert

Mit einem Transaktionsvolumen von rund 1,08 Milliarden Euro lag der Investmentmarkt Frankfurt von Januar bis Juni 2006 um ganze 47 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums (knapp 736 Mio. Euro). Dies ergibt der “City Report Frankfurt” für das erste Halbjahr 2006, den Atisreal Deutschland, bundesweit führender Berater für Gewerbeimmobilien, Anfang August veröffentlichen wird.

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Dafür ist in erster Linie das noch einmal stark gestiegene Interesse ausländischer Investoren verantwortlich. Sie tätigten über 82 Prozent der registrierten Käufe”, erläutert Patric Fiegle, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter nationales Investment der Atisreal GmbH. Knapp 230 Millionen Euro des gesamten Investitionsvolumens gehen auf das Konto anteilig eingerechneter Portfolioverkäufe. Wie andere Standorte profitiert Frankfurt neben der ungebrochen hohen Nachfrage zumindest teilweise auch von einem steigenden Angebot. Die höhere Anzahl an Produkten liegt unter anderem an den diversifizierten Investitionsstrategien der Anleger, die neben Bürogebäuden verstärkt auch Retail- und Logistikobjekte im Fokus haben.

Drei Käufergruppen bestimmten den Frankfurter Investmentmarkt im ersten Halbjahr 2006: Mit Abstand an erster Stelle stehen ausländische Fonds und Immobilienunternehmen, die entweder opportunistisch oder an einem Wertzuwachs (added value) orientiert sind. Sie investierten insgesamt über 740 Millionen Euro, was einem Anteil von knapp 69 Prozent am Transak- tionsvolumen entspricht. Auf den weiteren Plätzen folgen die Projektentwick- ler mit gut 116 Millionen Euro (knapp 11 %) und die Pensionskassen mit knapp 105 Millionen Euro (fast 10 %). Verkäufe an offene

Immobilienfonds und Versicherungen wurden nicht registriert. Dagegen waren die offenen Immobilienfonds als Verkäufer sehr aktiv. Auf sie entfiel etwa die Hälfte des Investmentumsatzes. Auch Eigennutzer hatten mit gut 25 Prozent einen hohen Anteil an den Veräußerungen.

“Wir erwarten auch für das zweite Halbjahr in Frankfurt einen sehr lebhaften Investmentmarkt”, betont Patric Fiegle (Bild). Die Gründe dafür sind vielfältig: So ist die Liquiditätsquote nachhaltig hoch. Die bereits massiv auf dem Markt tätigen ausländischen Anleger üben eine Sogwirkung auf weitere in- ternationale Investoren aus. Vor dem Hintergrund der sich erholenden Büro- märkte, wodurch das Angebot an vermieteten Objekten steigen wird, ist das Vertrauen der Käufer in den deutschen Investmentmarkt gewachsen. Das Produktangebot wird sich mittelfristig auch durch die erhöhten Aktivitäten der Verkäufer vergrößern. Dabei werden sowohl Immobilienpakete als auch Einzelobjekte auf den Markt kommen: Institutionelle Anleger schichten ihre Portfolios um, Eigennutzer konzentrieren sich auf ihr originäres Geschäft und stoßen ihre Immobilien ab, und die Kommunen versuchen, ihre Kas- sen zu füllen (etwa durch die Veräußerung von Wohnungspaketen, unbe- bauten Grundstücken, Betriebshöfen, Sporthallen oder Schwimmbädern).

“Weitere Gründe für die positiven Marktaussichten sind die im internationa- len Vergleich immer noch wettbewerbsfähigen Renditen sowie die niedri- geren Quadratmeterpreise für Gewerbeimmobilien. Die Entwicklungspers- pektive hängt allerdings auch von der weiteren Zinsentwicklung der Euro- päischen Zentralbank ab”, so Fiegle.

Fotos: Atisreal