Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Entscheidung über neuen Frankfurter Mietspiegel 2014 ist gefallen

Gestern hat die Mietspiegelkommission abschließend über den neuen Frankfurter Mietspiegel diskutiert. Während die Vertreter der Mieterverbände bei einer Enthaltung dem neuen Mietspiegel zustimmten, haben ihn die Eigentümerverbände abgelehnt. „Ich danke den Mieterverbänden, dass sie in einer für Frankfurt zentralen Frage Verantwortung übernehmen und bedaure, dass die Vermieterseite nicht zugestimmt hat. Aber der Mietspiegel soll die tatsächliche Marktsituation möglichst genau darstellen, nicht die Wünsche und Vorstellungen einzelner Marktakteure“, sagt Bürgermeister Olaf Cunitz. „Selbstverständlich können die Vorstellungen der Kommissionsmitglieder nur insoweit berücksichtigt werden, als es die ermittelten Daten hergeben. Ich werde den vorgelegten Mietspiegel nun in den Magistrat einbringen und gehe davon aus, dass er in wenigen Wochen veröffentlicht werden kann.“ Nach einem Beschluss im Magistrat tritt der Mietspiegel 2014 rückwirkend zum 1. Juni 2014 in Kraft.

.

Inhaltlich fasst Bürgermeister Cunitz als wesentliche Punkte zusammen: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, die Wohnlagen für innerstädtische Bereiche wieder differenziert darzustellen. Aus meiner Sicht bedauerlich ist, dass der Mietspiegel keine weitergehenden energetischen Merkmale enthält. Nur für Fenster mit einer Wärmeschutzverglasung konnte ein Einfluss auf den Mietpreis nachgewiesen werden. Auch hier gilt aber, dass der Mietspiegel als Instrument nur das aufzeigen kann, was statistisch nachweisbar ist.“

Gegenüber dem Mietspiegel 2010 ist die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter Wohnraum in Frankfurt von 7,78 Euro auf jetzt 8,66 Euro gestiegen – das entspricht einer Steigerung von 11,3 Prozent für vier Jahre. Die Basismiettabelle gibt allerdings nur im Zusammenhang mit Zu- und Abschlagsmerkmalen Auskunft über die ortsübliche Vergleichsmiete.

Bei sehr guten und bei gehobenen Wohnlagen sind Zuschläge von 1,59 Euro beziehungsweise 0,31 Euro möglich. Die Lagen beruhen auf den Bewertungen des Gutachterausschusses, wobei mittlere und einfache Lagen zusammengefasst wurden und weder Zu- noch Abschläge erlauben. Außerdem gilt im erweiterten Innenstadtbereich ein „Zentralitätszuschlag“ von 0,99 Euro. Dieser Zuschlag für die zentrale Lage ist mit der sehr guten und gehobenen Wohnlage kombinierbar. Wohnungen an Straßen mit besonders hoher Lärmbelastung gelten als mittlere Lage, für die kein Zuschlag für sehr gute oder gehobene Wohnlagen vorzunehmen ist.