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Frankfurt: Auftakt zur Realisierung des Neubaus Biologicum

„Der Hessische Finanzminister und der Wissenschaftsminister ziehen an einem Strang, um den Hochschulstandort Hessen weiter zu stärken. Der gestrige Spatenstich für einen weiteren Neubau der Universität Frankfurt ist sichtbarer Ausdruck dieser gemeinsamen Linie. Es ist meine feste Überzeugung, dass hervorragende Lehr- und Forschungsleistungen nur in atmenden Räumen erbracht werden können, die eine gleichermaßen angenehme wie inspirierende Arbeitsatmosphäre erzeugen. Deshalb ist dies ein guter Tag für den Hochschulstandort Hessen und die Universität Frankfurt.“ Mit diesen Worten machte der Hessische Finanzminister Karlheinz Weimar heute beim Spatenstich für den Neubau des Biologicums auf dem Campus Riedberg deutlich, dass die Hessische Landesregierung entschlossen und zielorientiert alle hessischen Hochschulstandorte stärken wird. Er verwies dabei auf das in Deutschland beispiellose und einzigartige Hochschulentwicklungs- und -umbaubauprogramm Heureka, das bis 2020 Investitionen von drei Mrd. Euro vorsieht. Jährlich sind ab kommendem Jahr 250 Mio. Euro für bauliche und apparative Maßnahmen an den hessischen Hochschulen vorgesehen; schon 2007 waren die Aufwendungen mit 227 Mio. Euro gegenüber 2006 mit 187 Mio. Euro deutlich erhöht worden. Als weiteres Beispiel nannte Weimar das Landesforschungsförderungsprogramm Loewe.

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Das markant-funktionale, von Gerber Architekten, Dortmund, entworfene Gebäude wird in unmittelbarer Nachbarschaft des Biozentrums und des Max-Planck-Instituts für Biophysik errichtet und bildet den westlichen Abschluss des Campus Riedberg. Mehr als 10.000 m² Hauptnutzfläche verteilen sich auf vier- bis fünfgeschossige Gebäuderiegel, die drei Innenhöfe umschließen, und das Tierhaus. Das Investitionsvolumen beträgt etwa 64 Mio. Euro; hinzu kommen weitere 9,8 Mio. Euro für Geräte. Zum Sommersemester 2010 soll das Biologicum in Betrieb gehen. 1.400 Studierende sowie 150 wissenschaftliche Mitarbeiter der Biologie und Bioinformatik werden dann in modernsten Räumen studieren und arbeiten.

Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth hob die weitere Belebung der Science City Riedberg hervor: „Frankfurts jüngster und dynamischster Stadtteil wird wesentlich durch den Campus Riedberg der Universität geprägt. Als Stadt und Betreiber des FIZ – Frankfurter Innovationszentrums Biotechnologie versprechen wir uns natürlich nachhaltige Impulse durch intensivere Kooperationsmöglichkeiten, die sich durch die enge Nachbarschaft ergeben.“

Auch der Präsident der Frankfurter Universität, Prof. Dr. Steinberg, wies in seiner Begrüßung auf diesen Punkt hin: „Die räumliche Konzentration der bisher an verschiedenen Teilstandorten befindlichen Einrichtungen der Biowissenschaften und die Zusammenführung mit dem Biozentrum eröffnen hervorragende Perspektiven für Studierende, Lehrende und Forschende. Als die Lebenswissenschaft ist die Biologie ein unverzichtbares zentrales Element eines naturwissenschaftlichen Campus. Die Universität ist im Interesse der Steigerung ihrer wissenschaftlichen Exzellenz daher sehr froh, dass die Errichtung des Neubaus im Rahmen der Standortneuordnung vorgezogen wurde. Die Präsenz der Biologen wird den Campus Riedberg stärken.“

Horst Nothnagel, Niederlassungsleiter der Regionalniederlassung Rhein–Main des Hessischen Baumanagements, das die Projektleitung für das Objekt hat, nannte einige zusätzliche Daten zum Gebäude. Das moderate Gefälle des Grundstücks habe die Planung des Neubaus in Form einer sogenannten Kammstruktur nahe gelegt: Eine Erschließungstangente vom Haupteingang in der Max-von-Laue-Straße aus bindet so die vier- bis fünfgeschossigen Gebäuderiegel an; in westlicher Richtung werden die Querriegel durch ein- bis zweigeschossige Zwischenbauten verbunden. Im Unter- und Erdgeschoss sind Funktionsräume wie Hörsäle, Seminar- und Kursräume sowie die Caféteria vorgesehen; die Institutsräumlichkeiten mit Büros und Labors werden in den darüber liegenden Geschossen eingerichtet. Bei der Gestaltung der Innenhöfe werden unterschiedliche Themen der Botanik aufgegriffen.