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Frage der Woche

Das Profit – Center kann aus der Spartenorganisation eines Unternehmens abgeleitet werden. Bei der Spartenorganisation werden einzelne Produkte, Prozesse oder räumliche Gegebenheiten herangezogen, um an diesen Sparten die Unternehmensstruktur abzubilden. So wird bspw. eine Sparte für das Produkt X und eine weitere Sparte für das Produkt Y gebildet. Die einzelnen Schritte des betrieblichen Leistungsprozesses (Beschaffung, Produktion, Absatz) werden dann sowohl in Sparte X, wie auch in Sparte Y abgebildet. Im Unternehmen werden Spezialabteilungen dieses System durchbrechen, indem Sie ihre Leistung beratend beisteuern. Die einzelne Sparte ist daher relativ selbständig und steht im Wesentlichen in der Ver- antwortung des Spartenleiters, der für die jeweilige Sparte im Rahmen eines von der Unternehmensleitung definierten Rahmens entscheidet.

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Für die jeweilige Sparte kann dann der entsprechende Gewinn ermittelt werden. Dies führt dazu, dass für die Sparte auch eine eigene Gewinnver- antwortung abgegeben wird. Man spricht dann von einem Profit – Center. Im Unterschied zur Kostenstellenrechnung wird hier der Gewinn betrachtet, d.h., den Kosten werden die Erlöse gegenübergestellt. Ziel ist dabei, für das einzelne Profit – Center einen Unternehmenscharakter zu initieren, um so den Gesamtgewinn des Unternehmens zu steigern.

Profit – Center in der Immobilienwirtschaft:

1.) Das Profit – Center kann in der Immobilienwirtschaft bspw. so eingesetzt werden, dass ein großer Bestandsverwalter verschiedene lokale Zweigstel- len eröffnet, die dann weitgehend frei in der Verwaltung über einen be- stimmten räumlichen Bereich entscheiden.

2.) Denkbar wäre auch, eine Sparte Fremdverwaltung und Bestandsverwal- tung einzurichten, wobei dass grundsätzliche Problem bestehen würde, dass die Gewinne unterschiedlich betrachtet werden müßten. Im eigenen Bestand ist die Wertsteigerung der Objekte für das Unternehmen selbst von Bedeutung, während in der Fremdverwaltung Gewinn aus der Differenz von Verwaltungsentgelten und Verwaltungsaufwendungen abgeleitet werden würde. Bei einer Periodenbetrachtung des Gewinns, wie sie bei Profit – Centern üblich ist, wird dies zu Verzerrungen führen.

3.) Schließlich kann auch die einzelne Immobilie als Profit – Center definiert werden. In diesem Fall spricht man vom Immobilien – Profit – Center (IPC). Auch in diesem Fall muss bei der Interpretation der Ergebnisse berücksich- tigt werden, dass ein IPC isoliert betrachtet eventuell kein gutes Ergebnis erzielt hat, für das Gesamtgefüge im Portfolio aber eine größere Bedeutung haben kann.