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Frage der Woche

Die Zentralitätskennziffer ist ein Instrument, welches die Attraktivität eines Standortes als Einkaufsort beschreibt. Man unterscheidet eine positive und eine negative Zentralität. Eine positive Zentralität liegt vor, wenn der Standort höhere Kaufkraftzuflüsse als Kaufkraftabflüsse hat, während eine negative Zentralität höhere Kaufkraftabflüsse als Kaufkraftzuflüsse beschreibt. Die Zentralität wird mittels der Zentralitätskennziffer, die sich als Quotient von Umsatzkennziffer und Kaufkraftkennziffer ergibt, beschrieben. Die Zentrali- tätskennziffer für Deutschland ergibt sich bei Betrachtung des Binnenraum- es als 100. Liegt dann die Zentralitätskennziffer des betrachteten Standor- tes bspw. bei 80, bedeutet dies, dass 20% der Kaufkraft vom Standort abfließen. Liegt der Wert hingegen über 100, so liegt ein Kaufkraftzufluss vor. Je höher die Kaufkraftkennziffer also ausfällt, desto interessanter ist der Standort für den Einzelhandel.

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Die Zentralitätskennziffer fasst die Umsatzkennziffer und die Kaufkraft- kennziffer zusammen.

Die Umsatzkennziffer beschreibt den Umsatz je Einwohner an einem Standort. Folglich wird der gesamte Umsatz an einem Standort als Umsatzvolumen bezeichnet.

Die Kaufkraft ist die Summe des verfügbaren Einkommens an einem Standort. Die Kaufkraftkennziffer beschreibt, wieviel ihres Einkommens die Einwohner eines Gebietes im Vergleich zum deutschen Mittel (Deutschland = 100) ausgeben. Wird die Kaufkraftkennziffer auf den Einzelhandel bezogen, so kann aufgezeigt werden, wieviel von den Einwohnern eines Gebietes im Vergleich zum deutschen Mittel für den Einzelhandel ausgegeben wird.

Wird in einem Gebiet mehr Umsatz je Einwohner gemacht, als je Einwohner ausgegeben wird, muss daher von außerhalb Kaufkraft zugeflossen sein (Zentralitätskennziffer > 100).

Wird in einem Gebiet weniger Umsatz je Einwohner gemacht, als je Einwohner ausgegeben wird, muss daher Kaufkraft nach außen abgeflossen sein (Zentralitätskennziffer < 100)