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Frage der Woche

In der Immobilienwirtschaft wird die Bezeichnung Contracting überwiegend auf die Situationen angewendet, in denen zwischen einem Gebäudeeigen- tümer (Contracting – Nehmer) und einem ausführenden Unternehmen (Contractor) vereinbart wird, dass der Contractor die Lieferung von Wärme, Kälte oder Elektrizität übernimmt. Da diese Vereinbarungen als Vertrag geschlossen und festgehalten werden, hat sich die Bezeichnung des Con- tracting entwickelt. Was auch die Übersetzung der englischen Bezeichnung „to contract to do …“ in das Deutsche mit „sich verpflichten, etwas zu tun“, widerspiegelt.

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Dabei ist die Grundidee des Contracting nicht neu, sondern kann auf ein angebliches Angebot von James Watt (1736–1819) zurückgeführt werden:
„Wir werden Ihnen kostenlos eine Dampfmaschine überlassen. Wir werden diese installieren und für fünf Jahre den Kundendienst übernehmen. Wir garantieren Ihnen, dass die Kohle für die Maschine weniger kostet, als Sie gegenwärtig an Futter (Energie) für die Pferde aufwenden müssen, die die gleiche Arbeit tun. Und alles, was wir von Ihnen verlangen, ist, dass Sie uns ein Drittel des Geldes geben, das Sie sparen.“

Betrachten wir das Beispiel des Wärme – Contracting, so betreibt der Contractor in den Räumen des Eigentümers, eventuell auch in eigenen Räumen, eine Heizungsanlage und verkauft dem Eigentümer die Wärme. Bei vermieteten Räumen kann der Eigentümer dieses Wärmeentgelt an die Mieter im Rahmen der Heizkostenabrechnung weitergeben, was auch durch die Heizkostenverordnung rechtlich gesichert ist. Es kann auch mit den Mietern vereinbart werden, dass diese mit dem Contractor einen separaten Vertrag schließen, sodass die Abrechnung des Wärmentgeltes direkt zwischen dem Contractor und den Mietern erfolgt.

Man unterscheidet im Wesentlichen die folgenden verschiedenen Arten des Contracting:

Anlagen – Contracting
Der Contractor errichtet und betreibt die Anlage auf eigene Kosten und eigenes Risiko. Contracting – Nehmer und Contractor schließen einen langfristigen Vertrag über den Betrieb der Anlage. Das Wärmeentgelt besteht in dieser Variante meist aus einem fixenGrundpreis und einem variablen Arbeitspreis. Mit dem Wärmenetgelt wurd letztlich auch eine Gewinnspanne an den Contractor gezahlt.

Betriebsfürungs – Contracting
Die Anlage steht im Eigentum des Contracting – Nehmers und der Contractor übernimmt den Betrieb der Anlage. Als Entgelt wird meißt eine Leistungsbezogene Vergütung vereinbart.

Einspar – Contracting/ Performance - Contracting
Der Contractor plant, baut und betreibt die Anlage. Er garantiert eine Energieeinsparung. Sein Entgelt besteht in einem Teil der eingesparten Kosten.