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Frage der Woche

Der Standort spielt bei einer Immobilieninvestition eine sehr entscheidende Rolle, da er die räumlichen Rahmenbedingungen der Immobilie bestimmt. Man unterscheidet harte und weiche Standortfaktoren. Während die harten Faktoren eindeutig definiert und bezifferbar sind, handelt es sich bei den weichen Faktoren um abstrakte und regelmäßig nicht quantifizierbare Faktoren.

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Zu den weichen Standortfaktoren zählen u.a.:

- Bevölkerungsstruktur und Bevölkerungsentwicklung
- Sozialstruktur und Ausländeranteil
- Migrationstrends
- Mentalität und Bildungsniveau
- Altersverteilung
- Image des Standortes und der Stadt
- Genehmigungspraxis der Verwaltung
- Kultur- und Freizeitangebot
- Politische Struktur
- Wirtschaftsklima
- Lebens- und Wohnqualität
- Ambiente
- Sauberkeit

Der Vorteil der harten Faktoren liegt in deren leichteren Ermittlung und ihrer Vergleichbarkeit. Eine Passantenfrequenz zweier Standorte kann bspw. direkt verglichen werden. Möchte man jedoch das Image zweier Standorte vergleichen wird dies schwieriger, da bereits bei der Bewertung des Images subjektive Einschätzungen des Bewerters einfließen.

Tendenziell kann man davon ausgehen, dass die weichen Standortfaktoren stabiler sind als die harten. Eine Arbeitslosenquote kann sich bspw. monatlich ändern, während sich das Image eines Standortes nur mittel- bis langfristig ändert. Das bedeutet auch, dass die weichen Faktoren deutlich schwieriger zu beeinfllussen sind. Heute wird auf die weichen Faktoren zunehmend ein stärkeres Gewicht als auf die harten Faktoren gelegt.

Welche Faktoren speziell betrachtet werden, hängt von dem geplanten Projekt oder der vorhandenen Immobilie ab, so wird bei einem Bürogebäude das Wirtschaftsklima entscheidender sein als die Wohnqualität.

Neben den weichen und den harten Standortfaktoren unterscheidet man noch den Mikrostandort (unmittelbare Umgebung) und den Makrostandort (großräumliches Verflechtungsgebiet). Das Image des Standortes kann somit als weicher Faktor des Mikrostandortes und das Image der Stadt als weicher Faktor des Makrostandortes betrachtet werden.