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Frage der Woche

Die Prolongation bedeutet, dass ein Kredit aus der Zinsbindungsdauer, die auch Konditionsfestschreibungsdauer genannt wird, kommt und verl├Ąngert wird (lat. prolongare = verl├Ąngern).

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Im Gegensatz zu einer Umschuldung wird bei der Prolongation nicht der Darlehensgeber gewechselt, sondern lediglich die Zinsen angepasst. Dadurch wird weder eine neue Bearbeitungsgeb├╝hr f├Ąllig noch ist ein neues Wertermittlungsgutachten erforderlich. Ein Disagio/ Damnum kann jedoch wieder vereinbart werden. Sollte dies der Fall sein, w├╝rde der Nominalzinssatz geringer ausfallen, als bei fehlender Vereinbarung eines Disagios/ Damnums.

Hat ein Unternehmen viele Darlehen aufgenommen, kann es dazu kom- men, dass zu einem k├╝nftigen Termin viele seiner Darlehen zur Prolonga- tion anstehen. Dies erscheint auf den ersten Blick unproblematisch, da jedoch nicht vorhergesagt werden kann, wie zu diesem Zeitpunkt das Zinsniveau am Markt ist, besteht f├╝r das Unternehmen durch die Prolongation mehrerer Darlehen ein hohes Liquidit├Ątsrisiko, falls die Zinsen zu diesem Zeitpunkt hoch sein sollten. Man bezeichnet dies auch als Prolongationsklumpenrisiko. Um dieses Risiko gering zu halten, muss das Finanzmanagement des Unternehmens hier steuernd eingreifen, indem es die Prolongationszeitpunkte streut.

Wie lang das Unternehmen die Zinsbindungszeitr├Ąume w├Ąhlt, h├Ąngt von mehreren Faktoren ab, sicher kann davon ausgegangen werden, dass der Darlehensnehmer bei niedrigen Zinsen einen langen und bei hohen Zinsen einen kurzen Zeitraum w├Ąhlen wird. Aber auch unternehmenspolitische Entscheidungen k├Ânnen ausschlaggebend sein. M├Âchte man sich von einer Immobilie in den n├Ąchsten f├╝nf Jahren trennen, kann aber momentan auf Fremdkapital nicht verzichten, so w├Ąre es wahrscheinlich auch in einer niedrigen Zinsphase nicht sinnvoll, eine Zinsbindung von 10 Jahren zu w├Ąhlen, da dann mit einer Vorf├Ąlligkeitsentsch├Ądigung gerechnet werden muss.