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Flughafen Wien Gruppe: Anstieg der Umsatzerlöse um 12,4 Prozent auf 521,4 Mio. Euro

Die Flughafen Wien Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 zurück. Die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe konnten im Geschäftsjahr 2007 trotz Tarifsenkungen um 12,4 Prozent auf 521,4 Mio. Euro erhöht werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist mit 191,0 Mio. Euro um 12,6 Prozent höher als im Vorjahr, die EBITDA-Margin stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 35,7 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um 16,1 Prozent auf 120,3 Mio. Euro, die EBIT-Margin von 21,7 Prozent auf 22,5 Prozent. Das Finanzergebnis veränderte sich von -1,8 Mio. Euro auf -6,4 Mio. Euro. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf die teilweise Fremdfinanzierung der umfangreichen Investitionen in Sachanlagen und Beteiligungen. Dennoch verbesserte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) um 11,9 Prozent auf 114,0 Mio. Euro. Der Steueraufwand war im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 Prozent höher, womit sich in Summe ein Periodengewinn vor Minderheiten in Höhe von 87,5 Mio. Euro nach 77,6 Mio. Euro im Vorjahr errechnet.

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Dies gaben die Vorstandsdirektoren der Flughafen Wien AG, Mag. Herbert Kaufmann, Mag. Christian Domany und Ing. Gerhard Schmid, am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien bekannt.

Hohe Dividendenrendite
Gestützt auf diese erfreuliche Geschäftsentwicklung wird der Hauptversammlung am 29. April 2008 eine Erhöhung der Dividende von 2,20 Euro auf 2,50 Euro je Aktie vorschlagen. Nach einem Kursanstieg von 6,2 Prozent im Berichtsjahr – der ATX erzielte 1,1 Prozent – beläuft sich die Dividendenrendite für das Geschäftsjahr 2007 auf 3,2 Prozent.

Wachstum über europäischem Durchschnitt
Die Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien übertraf alle Prognosen und lag deutlich und wiederholt über dem europäischen Durchschnitt von 6,5 Prozent. Die Wachstumsstrategie mit den drei Stoßrichtungen Osteuropa-, Mittel- und Langstrecken- sowie Low-Cost-Carrier-Verkehr wurde 2007 konsequent fortgesetzt. In Summe wurden 18,8 Mio. Passagiere gezählt, das bedeutet ein Plus von 11,3 Prozent.

2007 hat der Flughafen Wien beschlossen, die Absenkungen aus den passagierbezogenen Tarifen zur Gänze erlösneutral auf den Landetarif umzulegen. Der Flughafen Wien trägt somit das Auslastungsrisiko der Fluggesellschaften partnerschaftlich mit.

Investitionen in die Zukunft
Parallel zu den täglichen operativen Herausforderungen wurden die Investitionen am Standort fortgesetzt. Das Herzstück der Bautätigkeit bildet derzeit der Terminalausbau VIE-Skylink, dessen Inbetriebnahme zur Jahresmitte 2009 vorgesehen ist. Bedarfsorientiert wurde auch in der Parkraumbewirtschaftung durch den Kauf der Mazur Parkplatz GmbH mit insgesamt 5.000 Stellplätzen agiert. Das Parkhaus 4 wird zurzeit um 2.250 Stellplätze erweitert.

Ein weiteres Highlight bildete die Übergabe des Office Park 2 an seinen Mieter, die Austrian Airlines Gruppe, die dort ihr Hauptquartier bezog. Mit dem Kauf des bisherigen World Trade Center, das grundlegend adaptiert wird, wurde die Basis für den im Kerngebiet des Flughafens gelegenen Office Park 3 geschaffen.

Erfolgreiche internationale Beteiligungen
Neben dem Flughafen Kosice, der im Berichtsjahr ein Verkehrsplus von rund 29 Prozent auf 443.448 Passagiere erzielen konnte, ist der Flughafen Wien seit mehreren Jahren über ein Konsortium zu 40,0 Prozent am Flughafen Malta beteiligt und hält direkt weitere 10,1 Prozent der Aktien. Der Flughafen Malta verzeichnete 2007 ein Verkehrswachstum von 10,4 Prozent auf rund 3,0 Mio. Passagiere. Im Mai des Berichtsjahres wurden 25,15 Prozent der Anteile der Flughafen Friedrichshafen GmbH erworben. Die Flughafen Wien AG ist damit der größte Einzelgesellschafter dieses viertgrößten deutschen Regionalflughafens; im Berichtsjahr sank seine Passagieranzahl um 0,3 Prozent auf 655.689 Passagiere.

Ausblick
Für 2008 wird erwartet: Plus 8,0 Prozent bei den Passagieren, plus 6,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und plus 6,0 Prozent bei den Bewegungen. Für die Periode 2009 bis 2015 berücksichtigt der Flughafen in seinen Planrechnungen eine durchschnittliche Passagierwachstumsrate in der Bandbreite von 5 bis 6 Prozent.

Das über den Erwartungen liegende Verkehrswachstum erfordert vor allem im Bereich der Terminals und der Sicherheit das Vorziehen von Ausbaumaßnahmen sowie zusätzliche, über das bisher geplante Volumen hinausgehende, Investitionen. In Summe hat die Flughafen Wien Gruppe für das Geschäftsjahr 2008 ein Investitionsvolumen von 320,0 Mio. Euro veranschlagt. Für den Zeitraum 2008 bis 2012 sind in Summe 590 Mio. Euro geplant (ohne Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen). Die Umsatzerlöse sollten sich in Abhängigkeit zur Verkehrsentwicklung weiter verbessern, die Ertragslage wird auch 2008 von der regen Investitionstätigkeit und dem Anstieg der damit verbundenen Abschreibungs- und Zinsaufwendungen beeinflusst werden.