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Flughafen Dresden investierte seit 1998 rund 275 Millionen Euro

Am 8. September 2008 jährt sich die Grundsteinlegung für den „neuen“ Dresdner Flughafen zum zehnten Mal. Seitdem hat die Flughafen Dresden GmbH fast 275 Millionen Euro in den Aus- und Umbau ihrer Infrastruktur investiert. Herzstück ist das Anfang 2001 eröffnete Flughafen Dresden Terminal mit Vorfahrt, Parkhaus und neuen Vorfeldflächen („Ramp 3“). Es entstanden
außerdem eine neue Feuerwache (2003), ein Hubschrauberhangar für Polizei und Deutsche Rettungsflugwacht (2007) sowie ein Logistikzentrum mit drei Lagerhallen für DB Schenker (1999, 2003, 2005). Als erster Flughafen Europas hat Dresden 2006/2007 seine Start- und Landebahn bei laufendem Betrieb von Grund auf saniert und um 350 auf 2.850 Meter verlängert.

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Nach umfangreichen Planungen gab der Aufsichtsrat Anfang 1998 das Startkommando zum größten Ausbau des Flughafens seit den 1950-er Jahren. Am 8. September 1998 legten der damalige Aufsichtsratsvorsitzende und Sächsische Staatsminister der Finanzen Georg Milbradt, der Dresdner Oberbürgermeister Dr. Herbert Wagner und die Meißner Landrätin Renate Koch den Grundstein für den Bau des neuen Abfertigungsgebäudes.

Aus der ehemaligen Montagehalle 219 der Luftfahrtindustrie entstand das Flughafen Dresden Terminal – 170 m lang, 150 m breit und 25 m hoch. Es gilt heute aufgrund seiner Industriearchitektur als eines der schönsten Terminals Deutschlands. Der Wetterradarturm, architektonisches Wahrzeichen an der Zufahrt zum Terminal, wurde 2001 mit dem Erlweinpreis der Landeshauptstadt Dresden ausgezeichnet.

Vergleichsweise kleine Neubauten der Flughafen Dresden GmbH seit 1998 sind eine Fahrzeugwaschhalle (2000), eine Kleinflugzeughalle mit sechs Stellplätzen (2005) und die Hauptzufahrt „Tor 14“ zum Luftsicherheitsbereich (2006). Bereits vor dem ersten Spatenstich für das neue Terminal nahm die Betriebszentrale des Flughafens ihre Arbeit in der umgebauten „Halle 224“ auf. Dort sind auch die Abfertigungsfahrzeuge der PortGround GmbH, ein Tochterunternehmen der Mitteldeutschen Flughafen AG, untergebracht.

Deutsche Bahn AG, Landeshauptstadt Dresden und Deutsche Flugsicherung investierten ebenso in den Standort Flughafen. Im Tiefgeschoss des neuen Terminals ging 2001 der S-Bahnhof „Dresden Flughafen“ in Betrieb – Sachsens erste und bislang einzige unterirdische Bahnstation überhaupt. Im August 1998 wurde der Autobahnanschluss eröffnet, ein Jahr später die vierspurige Hermann-Reichelt-Straße zwischen Tankstelle und Wetterturm. Die Flugsicherung weihte 2005 ihren neu errichteten, 25 m hohen Tower ein.

Die traditionsreiche Dresdner Luftfahrtindustrie setzte in den vergangenen Jahren auf Modernisierung und Erweiterung. Die EADS Elbe Flugzeugwerke, die Airbus-Passagierflugzeuge in Frachter umrüsten, eröffneten zum Beispiel 2006 den neuen Hangar „Stellplatz 6“. 2007/2008 vergrößerte das Unternehmen seine „Halle 285“, damit dort auch Flugzeuge vom Typ Airbus A330 Platz haben. In einer extra dafür gebauten Halle der IABG Industrieanlagen Betriebsgesellschaft und IMA Materialforschung und Anwendungstechnik läuft seit 2005 der Materialermüdungstest am weltweit größten Passagierflugzeug Airbus A380-800. Neben dieser Testhalle errichtete IABG 2007/2008 ein weiteres Gebäude für den Ermüdungsversuch am Militärtransporter Airbus A400M.

Aufgrund der umfangreichen Unterstützung des Hauptgesellschafters Mitteldeutsche Flughafen AG besitzt Dresden nach fast zehn Jahren intensiver Bautätigkeit nun einen der modernsten und leistungsfähigsten Flughäfen Deutschlands. Fast 3.000 Menschen sind inzwischen an diesem Standort beschäftigt. Die Sanierung und Verlängerung der Start- und Landebahn war das vorerst letzte Großprojekt der Flughafen Dresden GmbH. Derzeit wird allerdings über die Erweiterung des Parkhauses nachgedacht, das in den Sommermonaten nahezu vollständig ausgelastet ist.