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Flächenumsatz um 8% gestiegen

Wie erwartet wurden im Frankfurter Marktgebiet 2005 mit 530.000 Quadratmetern über acht Prozent mehr Bürofläche umgesetzt als

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im Vorjahr (490.000 m²). Zu diesem guten Ergebnis trugen sowohl die leicht gestiegenen Großabschlüsse als auch eine lebhafte Nachfrage in den kleinen und mittleren Flächensegmenten bei. „Erfreulich ist vor allem, dass der Frankfurter Büromarkt trotz des starken Umsatzrückgangs der Banken als Leitbranche seine Stabilität bewahrt hat“, erläutert Oliver Barth, Frankfurter Niederlassungsleiter der Atisreal GmbH. Auch die Absorption spricht für die Marktkonsolidierung; sie stieg im vergangenen Jahr auf über 50 Prozent. Im engeren Marktgebiet (Definition der gif – Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung) lag der Flächenumsatz bei rund 480.000 Quadratmetern.
Der Trend der vergangenen beiden Jahre, moderne Büroflächen in zentralen Lagen zu mieten, setzte sich eindrucksvoll fort; fast die Hälfte des Gesamtumsatzes (49 %) wurde in den vier Frankfurter Cityzonen realisiert. Wie in den beiden Vorjahren führte die Innenstadt mit einem Anteil von knapp 19 Prozent (100.000 m²). Bemerkenswert ist die stärkere Position des Bankenviertels mit fast 16 Prozent des Flächenumsatzes (83.800 m²) – 2004 waren es noch unter vier, 2003 acht Prozent. Den dritten Rang belegte das Westend mit einem Anteil von gut 11 Prozent (59.300 m²). Dagegen wurde vor allem in den Nebenlagen und in der Peripherie weniger umgesetzt als 2004. „Die starke Position der zentralen Bürolagen mit den höchsten Mieten ist auch ein Indiz für die zunehmend bessere Stimmung und das gewachsene Vertrauen in eine Belebung der Gesamtwirtschaft“, betont Barth. Ein weiterer Beweis für den neuen Schwung im Markt, unabhängig von einzelnen Branchen oder Unternehmen, ist die sehr homogene Verteilung des Flächenumsatzes auf die Größenklassen.
Bei der Branchenstruktur gab es 2005 einige Verschiebungen: Die Banken und Finanzdienstleister belegten mit einem Anteil von über 16 Prozent zwar erneut den ersten Rang, verloren aber im Vergleich zum Vorjahr fast 9 Prozentpunkte. Knapp dahinter lagen die Beratungsgesellschaften mit 16 Prozent, die ihre starke Rolle damit weiter ausgebaut haben. Platz drei erreichten die ebenfalls gewachsenen Informations- und Kommunikationstechnologien mit gut 13 Prozent.
Flächenangebot wie erwartet leicht angestiegen, Mieten stabil
Das insgesamt verfügbare Büroflächenangebot (Leerstand plus noch verfügbare Flächen im Bau) stieg in den vergangenen zwölf Monaten erwartungsgemäß noch einmal um gut zehn Prozent auf aktuell 2,3 Millionen Quadratmeter, wobei sich die Entwicklung zum Ende des Jahres spürbar verlangsamte. Verantwortlich für diese Steigerung ist ausschließlich die Leerstandszunahme um fast 15 Prozent auf 2,23 Millionen Quadratmeter. Die Gründe: Zum einen gingen viele Flächen, die bisher zur Untervermietung angeboten wurden, in den Leerstand über, zum anderen wurde eine Reihe von Projekten fertig gestellt. Außerdem wurde im Vergleich zum Vorjahr die Büromarktzone Flughafen neu in die Marktbetrachtung aufgenommen. Die Leerstandsquote im Frankfurter Marktgebiet liegt aktuell bei gut 15 Prozent (knapp 17 % im Stadtgebiet). Die Flächen im Bau nahmen dagegen um gut vier Prozent auf 306.000 Quadratmeter ab, wovon nur noch 91.000 Quadratmeter verfügbar sind.
Die Mietpreisniveaus haben sich in Frankfurt in der zweiten Jahreshälfte verfestigt. Der Höchstmietpreis liegt unverändert bei 34 Euro pro Quadratmeter und wird im Bankenviertel erzielt. Lediglich die Mieten für Flächen mit geringer Qualität stehen aufgrund des großen Angebots an modernen Flächen noch leicht unter Druck.
„Für dieses Jahr erwarten wir einen ähnlichen Flächenumsatz wie 2005. Sollte die mittlerweile bessere Grundstimmung im Frankfurter Markt durch eine beschleunigte Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung unterstützt werden, kann dieser Standort erfahrungsgemäß auch wieder einen höheren Flächenumsatz erzielen“, prognostiziert Barth. „Der etwas langsamer als erwartet einsetzende Abbau des Gesamtangebots wird im Laufe dieses Jahres beginnen, allerdings ohne die Relation von Angebot und Nachfrage prinzipiell zu verändern. Spürbare Veränderungen der Mietpreise sind 2006 aus heutiger Sicht noch nicht zu erwarten. Allerdings dürfte sich das Zeitfenster für die Anmietung moderner Büroflächen zu den momentan noch günstigen Mieten gegen Ende des Jahres langsam schließen.“



Quelle: Atisreal GmbH
Foto: http://www.photocase.de; http://www.pixelquelle.de