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Finanzmarktkrise spitzt sich weiter zu

Die weltweite Finanzkrise spitzt sich weiter zu. Inzwischen ist es sogar möglich, dass ein Land den Staatsbankrott anmelden muss. Island sitzt auf seinen Geysiren und ruft Russland um Hilfe. Die Russen sollen den Isländern mit 4 Milliarden Euro unter die Arme greifen. Einmalig auch die Aktion, dass die Islandkrone im Devisenhandel ausgesetzt und damit nicht mehr handelbar ist. Die skandinavischen Länder konnten sich zu keiner Hilfeleistung aufraffen. Das zeigt auch, dass sie es nicht können oder nicht wollen. Beides wirft sehr dunkle Schatten auf das Land. In den USA sieht es nach wie vor schwierig aus, nachdem sogar die Säule Amerikas, die Bank of Amerika einen Rückgang von 68 % ihres Gewinns verkünden musste.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt ein sehr düsteres Szenario vor. Danach würden, falls nicht weiter weltweite Eingriffe seitens der Regierungen vorgenommen werden, massive Konjunktureinbrüche folgen. Das Zitat „Marode Kredithäuser sollen ausgerottet werden“ zeigt, wie blank die Nerven liegen. Inzwischen ist auch die EZB bereit, im Kampf gegen die Finanzkrise Zinssenkungen vorzunehmen. In einer konzertierten Aktion haben die EZB, die Bank of England und die US-Fed die Leitzinsen um 0,5 % gesenkt. Der DAX hat nur noch eine schmale Unterstützung bei 5.250 Punkten, danach könnte er wieder seinen Tiefstpunkt aus dem Jahr 2006 mit 4.850 Punkten erreichen. Beim Euro Stoxx 50 sieht es wesentlich dramatischer aus, hier ist der Index bereits auf den Tiefststand aus dem Jahr 2004 zurückgefallen. Erst ein Anstieg über 2.800 Punkte würde eine leichte Entspannung geben. Auch der Dow Jones Index zeigt ein düsteres Bild, die Rückschläge reichen ebenfalls bis in das Jahr 2004 zurück, hier müsste der Index wieder über die 10.000-Punkte-Marke ansteigen, um aus dem Abwärtssog herauszukommen.

Die Situation an den internationalen Aktienmärkten erinnert inzwischen an ein Pingpong-Spiel. Jedem Land wird die Schuld zugeschoben, wenn die einen starke Kursrückgänge haben, müssen die anderen darauf reagieren. Die USA eröffnen schwach, weil Europa schwach geschlossen hat. Asien weist dramatische Kurseinbrüche aus, weil die USA schwach verlaufen sind. Allein Japan hatte den größten Tagesverlust seit über 20 Jahren zu verzeichnen. Die Angst vor einer globalen Rezession bringt nun jeden Tag neue Nachbeben mit sich. Der Aktienmarkt ist eindeutig überverkauft und unterbewertet, doch dieses Argument zieht zur Zeit nicht, weil jeder davon ausgeht, dass er Stunden später die Aktien noch billiger haben kann. Diese chaotischen Zustände werden sicherlich noch nicht so schnell beigelegt sein. Aus diesem Grund ist unverändert mit hohen Verwerfungen zu rechnen. Ob die gemeinsame Zinssenkung nun eine längere Entspannung bringt, bleibt erst einmal abzuwarten. Wir bleiben bei unserer Meinung, dass diese extremen Rückschläge auch Chancen bieten. Somit bleiben auch unsere Empfehlungen bestehen. Nestlé, Bayer, Beiersdorf, Royal Dutch und Barrick Gold.