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Fidelity: Immobilienaktienmärkte entwickeln sich 2008 uneinheitlich

Die Fondsmanager und Analysten von Fidelity International erwarten, dass Immobilienaktien 2008 weiter an Bedeutung gewinnen. Im Zuge der US-Hypothekenkrise können in einigen Märkten jedoch stärkere Schwankungen auftreten. Die Investmentexperten rechnen mit einer positiven Entwicklung in Asien sowie bei ausgewählten europäischen Einzeltiteln.

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Die Volatilität an den weltweiten Immobilienaktienmärkten setzt sich - ähnlich wie in anderen Aktienkategorien - bis ins nächste Jahr fort. Ungeachtet möglicher Turbulenzen, die vom US-Häusermarkt ausgehen, werden vor allem Real Estate Investment Trusts (Reits) nächstes Jahr größeres Gewicht erlangen. Diese Immobilienaktiengesellschaften genießen Steuerprivilegien und müssen im Gegenzug einen Großteil ihrer Gewinne an die Aktionäre ausschütten. "In Europa könnte 2008 so etwas wie ein Gründungsboom bei Reits einsetzen, woraus sich zahlreiche Investmentgelegenheiten ergäben", sagte Steven Buller, Fondsmanager des Fidelity Funds - Global Property Fund.

In Italien gehen voraussichtlich im Frühjahr 2008 die ersten Reits an die Börse. Rund 50 Immobiliengesellschaften kommen für eine Notierung in Mailand in Frage. Auch in Spanien zeichnet sich die Verabschiedung eines Reit-Gesetzes ab, wenn die regierenden Sozialisten ein entsprechendes Vorhaben in ihr Wahlprogramm aufnehmen. Auch Dänemark bereitet die Einführung von Reits in absehbarer Zeit vor.

"Wir richten unseren Fokus 2008 noch stärker auf die Fundamentaldaten einzelner Unternehmen. Dabei konzentrieren wir uns auf Reits und andere Immobilienfirmen, die ihren Gebäudebestand so umstrukturieren, dass sie auch bei größeren Marktschwankungen hohe Renditen erzielen können", so Buller.

Sollte sich das Wirtschaftswachstum in den USA stärker als erwartet verlangsamen, wäre dies vor allem für amerikanische - und eingeschränkt auch für europäische - Immobilienaktien ein Risiko. Eine Abkühlung der Weltwirtschaft könnte die Gewinnchancen dieser Immobiliengesell-schaften deutlich einschränken. Geringere Zuwächse bei den Mieteinnahmen, höhere Leerstände und stärkere finanzielle Anreize zugunsten der Mieter wären dann die Folge. Auch die Entwicklung und die Errichtung neuer Objekte fielen dann schwerer und würden die Gewinnsituation der Immobilienfirmen eintrüben.

Die Immobilienmärkte Asiens entwickeln sich dagegen auch 2008 überaus robust, sodass eine Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums sie kaum negativ trifft. Vor allem in China und Hongkong bleibt die Immobiliennachfrage auf dem zuletzt erreichten hohen Niveau. Dies beflügelt nicht nur die Immobiliengesellschaften in diesen beiden Märkten, sondern im gesamten südostasiatischen Raum. Investoren finden vor diesem Hintergrund bei einer detaillierten Analyse der Gewinnaussichten jedes einzelnen Unternehmens auch 2008 wieder zahlreiche Investmentgelegenheiten.