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Feri sieht großes Potenzial für Immobilienanlagen

Fast jeder dritte private Fondsanleger ist derzeit überhaupt nicht in Immobi- lien investiert. Bei einer Befragung von 880 privaten Fondsanlegern, die von der Feri Rating & Research GmbH durchgeführt wurde, erklärten 30,5 % der Befragten, sie seien „gar nicht“ in Immobilien investiert. 22,7 % der Befrag- ten sind mit weniger als 10 % in Immobilien investiert und nur jeder vierte Anleger ist zu mehr als 25 % in Immobilien investiert.

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Dabei wurde die selbst genutzte Immobilie bewusst nicht berücksichtigt, weil sich hiermit eine Verzerrung ergeben hätte und weil selbstgenutzte Immobilien weniger als Kapitalanlage und eher als Konsumgut zu bewer- ten sind. Berücksichtigt wurden dagegen indirekte Immobilienanlagen wie offene und geschlossene Immobilienfonds oder Direktinvestments zur Kapitalanlage wie vermietete Eigentumswohnungen und Mietshäuser.

„Das interessanteste Ergebnis an unserer Befragung ist jedoch, dass die Anleger der Meinung sind, dass sie sehr viel höher in Immobilien investiert sein sollten“, so Helmut Knepel von Feri Rating & Research. So erklärten nur 8,2 % der Anleger, Investitionen in Immobilien seien aus ihrer Sicht gänzlich „unnötig“. „Die Differenz zu denjenigen, die tatsächlich über keine Immobilienanlagen verfügen, beträgt über 22 %, was auf ein sehr hohes, bislang ungenutztes Potenzial für Immobilien-Kapitalanlagen hindeutet“, so Knepel. Während 53,2 % der Anleger zu weniger als 10 % bzw. gar nicht in Immobilien investiert sind, halten nur 37,2 % der Anleger einen Immobilien- anteil von weniger als zehn Prozent für optimal. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch eine Gruppe von Anlegern, die offenbar aus eigener Sicht zu stark in Immobilien investiert ist. Denn während nur 10,3 % der Anleger einen Immobilienanteil von über 25 % für optimal halten, gaben 24,1 % der Anleger an, dass ihr Immobilienanteil über 25 % betrage. Bei 12,8 % der Anleger liegt die Immobilienquote sogar über 50 %.

46,1 % der Befragten wollen ihren Immobilienanteil in den nächsten zwei bis drei Jahren voraussichtlich konstant halten. Die Zahl derjenigen, die ihren Immobilienanteil erhöhen wollen (15,6 %) sowie derjenigen, die ihn reduzieren wollen (15,1 %) hält sich etwa die Waage. Verunsicherung herrscht bei vielen Anlegern wegen der geplanten Versteuerung von Ver- äußerungserlösen von Immobilien – unabhängig von Haltefristen. SPD und CDU/CSU haben in ihrer Koalitionsvereinbarung eine entsprechende Änderung von § 23 des Einkommensteuergesetzes angekündigt.
Auf die Frage, ob die geplante Änderung Auswirkungen auf die individuelle Anlageentscheidung habe, erklärten 42,6 % der Befragten, dies komme auf die neue Regelung an, weitere 16,6 % erklärten, dies könnten sie nicht einschätzen. 16,4 % der Befragten sind sich sicher, dass Immobilien- anlagen durch die geplante Steueränderung weniger attraktiv würden, lediglich 24,4 % erklärten dagegen, steuerliche Fragen spielen für ihre Anlageentscheidung keine bzw. eine nur untergeordnete Rolle.