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Facility Management boomt

Nahezu zweistellige Zuwachsraten beim Umsatz sagen Experten der deutschen Facility-Management-Branche voraus.

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Der Beruf des Facility Managers eröffnet große Karrierechancen, zumal nach einer aktuellen Studie deutsche Unternehmen weit davon entfernt sind, das Potenzial ihres Immobilienmanagements auszuschöpfen.

Im Oktober 2005 begann ein berufsbegleitender Masterstudiengang Facility Management in Nürnberg. Organisator ist der auf den Weiterbildungsbedarf von technischen Fach- und Führungskräften spezialisierte Verbund IQ gGmbH in Verbindung mit der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg und der Fachhochschule München.

Der Markt für Facility Management boomt. Im Jahr 2005 hat die Branche über 50 Milliarden Euro umgesetzt - Tendenz steigend. Bis zum Jahr 2009 prognostiziert das Marktforschungsinstitut Lünendonk der Branche ein jährliches Umsatzwachstum von über acht Prozent - zumal Kommunen und Unternehmen tatsächlich erkannt haben sollen, welche Einsparmöglichkeiten professionelles Facility Management birgt. So hat der Berliner Senat das Management der landeseigenen Gebäude einem privaten Dienstleister übergeben und dadurch im Jahr 2004 rund zehn Millionen Euro an Gebäudekosten und Mietausgaben eingespart. Im Jahr 2005 sollen es 14,5 Millionen Euro sein, der Berliner Finanzsenator hält künftig sogar jährliche Einsparungen von 180 Millionen Euro für möglich.

In Köln und anderen Kommunen Nordrhein-Westfalens sanieren und betreiben Facility-Management-Unternehmen öffentliche Schulen. Die effizientere Verwaltung soll hierbei Einsparungen von rund 15 Prozent bringen. Renommierte Fußballclubs lassen aus wirtschaftlichen Gründen ihre supermodernen Stadien wie zum Beispiel die Allianz-Arena in München oder die Hamburger AOL-Arena von privaten Dienstleistern aus einer Hand verwalten und bewirtschaften.
Facility Manager sind gefragt. Wer eine entsprechende Ausbildung anstrebt, müsse sich kaum Gedanken um seine berufliche Zukunft machen. Denn das Marktpotenzial im Gebäudemanagement ist bei weitem nicht ausgeschöpft. Zu diesem Fazit kommt eine Studie der amerikanischen Unternehmensberatung CB Richard Ellis Group, der gemessen am Einkommen weltweit größten Firma für Dienstleistungen im Immobiliensektor. Demnach hätten deutsche Unternehmen zwar in den letzten Jahren ihr Immobilienmanagement verbessert, gleichwohl aber würden sehr viele Firmen ihre Bestände nicht effektiv verwalten. Das dürfte sich künftig ändern. Doch qualifizierte Immobilienspezialisten sind Mangelware am Markt.
Mit dem berufsbegleitenden Masterstudium (Inhalte sind die Bereiche Technik, Betriebswirtschaft, Organisation und Recht) erlangen die Teilnehmer innerhalb von 17 Monaten ohne Karriereknick und Verdienstausfall die Qualifikation, sich den Herausforderungen des modernen Gebäudemanagements zu stellen.„Der Studienplan des Masterstudiums ist auf die internationalen Anforderungen im Facility Management ausgerichtet. Als Generalisten in der Immobilienbewirtschaftung sind unsere Absolventen auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt“, betont der Studiengangsleiter Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Schneider. Klassische Arbeitgeber des Master of Facility Management sind zum Beispiel Facility-Management-Komplettdienstleister, Anbieter der Technischen Gebäudeausrüstung, Bauunternehmen, Ingenieur- und Architekturbüros. Aber auch Consulting-Unternehmen, Immobilienverwalter oder Unternehmen mit großem Gebäudebestand bieten berufliche Perspektiven für die Absolventen.
Quelle: P.T. Verlag & Co. KG http://www.oppt.de