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Fachmarktzentren und Shopping-Center bleiben 2011 beliebteste Handelsformate

Die Erwartungen am deutschen Transaktionsmarkt für Einzelhandelsimmobilien fallen optimistisch aus: 76,7 Prozent der Investoren rechnen 2011 mit einem steigenden Transaktionsvolumen, lediglich 3,3 Prozent erwarten einen Rückgang. Weitere 20 Prozent gehen von einem stabilen Transaktionsvolumen aus. Im vergangenen Jahr rechneten nur rund 53 Prozent mit einem steigenden Transaktionsvolumen, rund 43 Prozent der Befragten gingen von einem stabilen Volumen aus. 60 Prozent der Investoren wollen in diesem Jahr moderat oder stark zukaufen, lediglich rund 17 Prozent verkaufen. Dies sind die Ergebnisse einer Expertenumfrage der Hahn Gruppe aus Februar/März 2011 als Update zum jährlich erscheinenden Hahn Retail Real Estate Report, der zuletzt im September 2010 veröffentlicht wurde.

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Das Update beschreibt die aktuellsten Trends am Einzelhandelsimmobilienmarkt und erfasst die Stimmungslage im Handel und bei institutionellen Immobilieninvestoren. Die Befragung wurde in Kooperation mit der Valid Research Markforschung GmbH durchgeführt. Befragt wurden 40 Expansionsverantwortliche des großflächigen Einzelhandels sowie 30 Verantwortliche deutscher und internationaler Immobilieninvestoren, darunter Investmentfonds, Private Equity Gesellschaften und Immobilienunternehmen. Das verwaltete Immobilienvermögen lag bei 60 Prozent der Investoren zum Zeitpunkt der Befragung bei jeweils mehr als drei Milliarden Euro.

Fachmarktzentren und Shopping-Center bleiben 2011 beliebteste Handelsformate
Investoren fokussieren nach wie vor Fachmarktzentren. Bei Zukäufen im Jahr 2011 beabsichtigen rund 83 Prozent der befragten Investoren ihren Fokus auf Fachmarktzentren zu legen. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um rund sieben Prozent. Für rund 56 Prozent der Investoren sind Shopping-Center die beliebtesten Objekttypen (57 Prozent im Vorjahr), gefolgt von High-Street-Objekten und SB-Warenhäusern mit 50 bzw. 22 Prozent (Vorjahr: 53 bzw. 24 Prozent). Bei den Zukäufen setzen 63,3 Pro-zent auf Core-Objekte, für 43,3 Prozent sind auch Core Plus-Objekte erste Wahl.

Deutsche Handelsimmobilien im europäischen Vergleich überdurchschnittlich attraktiv
76,7 Prozent der befragten Investoren halten den deutschen Investmentmarkt für Handelsimmobilien im Vergleich zu anderen europäischen Märkten für überdurchschnittlich attraktiv. Als Gründe geben alle Befragten an, dass die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Attraktivität des deutschen Marktes ausschlaggebend seien. Rund 95 Prozent der Befragten begründen die Anziehungskraft deutscher Handelsimmobilien mit der Stabilität des Marktes im internationalen Vergleich, rund 65 Prozent mit dem attraktiven Preis-Rendite-Niveau. Diese optimistische Haltung spiegelt sich auch bei den Kaufpreiserwartungen wider. So erwarten in den nächsten 12 Monaten mehr als 53 bzw. 46 Prozent der Befragten steigende Preise bei Fachmarktzentren und Shopping-Centern. Mit einem Preisrückgang bei diesen Handelsformaten rechnen lediglich 3,3 Prozent.

Demografischer Wandel und Klimaschutz bestimmend in der Zukunft
Die Entwicklung des Konsums und des demografischen Wandels werden für Investoren auch künftig eine wichtige Rolle bei der Investitionsentscheidung spielen. 56,7 Prozent der Befragten sehen die Konsumentwicklung und 46,7 Prozent den demografischen Wandel als die bedeutendsten Einflussfaktoren in den nächsten Jahren an. Die Berücksichtigung des Klimaschutzaspektes hat mit 33,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (20 Prozent) zugenommen. Baurechtliche Restriktionen sowie die Flächenentwicklung und der Wettbewerb im Einzelhandel sind aber für jeweils 40 Prozent der Befragten dennoch bedeutendere Themen für ihre Investitionsentscheidungen.

Positive Stimmung bei den Händlern – steigende Mietpreiserwartung
Auch im Handel zeichnet sich ein deutlich positiveres Stimmungsbild als noch im vergangenen Jahr ab. Sowohl im Schuh- als auch im Drogeriehandel rechnen alle befragten Händler mit steigenden Umsätzen. Rund 83 Prozent der Baumärkte und 80 Prozent der Lebensmittelhändler erwarten ebenfalls ein Umsatzwachstum. Nur die Bekleidungs- und Unterhaltungselektronikmärkte haben eine zurückhaltendere Einschätzung: Hier rechnen lediglich rund 67 Prozent bzw. 33 Prozent der Befragten mit steigenden Umsätzen. Die Flächennachfrage wird nach Einschätzungen der befragten Händler wie im Vorjahreszeitraum auf einem hohen Niveau bleiben. 72,5 Prozent rechnen mit hoher bis sehr hoher Nachfrage nach neuen Standorten bzw. Flächen in ihrer Branche (Vorjahr: 52,5 Prozent). Auch die Tendenz zu größeren Verkaufsflächen hält an: So erwarten 55 Prozent größere Flächen (Vorjahr: 45 Prozent), insbesondere Bau- und Drogeriemärkte wollen ihre Verkaufsflächen ausweiten. Der zunehmende Wettbewerb um attraktive Verkaufsflächen spiegelt sich auch in der Erwartung steigender Mieten für Neubauobjekte wider. 47,5 Prozent der Einzelhändler rechnen mit anziehenden Mietpreisen. Das ist eine deutliche Trendumkehr zum letzten Jahr. Im Jahr 2009 erwartete der Handel noch stabile (57,5 Prozent) bis sinkende Mieten (35 Prozent).