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Expansion des internationalen Textileinzelhandels nimmt zu

Die Internationalisierung bestimmt seit vielen Jahren die deutsche Handelslandschaft – vor allem in den vergangenen drei bis fünf Jahren ist eine zunehmende Expansion internationaler Unternehmen des Textilhandels auf dem deutschen Markt zu beobachten. Zu dieser Expansion kommt eine stärker werdende Segmentierung mit neuen Handelskonzepten, um einzelne Zielgruppen optimal zu erreichen. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Analyse des deutschen Textileinzelhandelsmarktes des Immobiliendienstleistungsunternehmens CB Richard Ellis.

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Karsten Burbach, Head of Retail bei CB Richard Ellis in Deutschland: „Der Filialisierungsgrad im deutschen Textileinzelhandel nimmt stetig zu. In den 1A-Lagen der deutschen Einkaufsmetropolen liegt die Filialisierung im Textilbereich bei 75 bis 85 Prozent. Die Beliebtheit von 1A-Lagen in deutschen Großstädten ist dabei ungebrochen, Textilunternehmen sind weiterhin die wichtigsten Mieter für diese Lagen.“

Infolge des wirtschaftlichen Abschwungs mussten 2009 einige Textilunternehmen Standorte aufgeben. Dies führte allerdings nicht zu einem steigenden Leerstand. Die frei gewordenen Flächen wurden von der regen Expansionstätigkeit seit Jahren etablierter Textilketten wie H&M, KiK, Takko, New Yorker, Ernsting’s Family oder dem neu auf dem deutschen Markt vertretenen irischen Bekleidungsunternehmen Primark genutzt. Infolge der Insolvenzen schreitet auch der seit Jahren zu erkennende Strukturwandel weg vom inhabergeführten hin zu spezialisierten Filialisten im Textileinzelhandel weiter voran. Zudem schließen sich mittelständische Unternehmen Partner- und Franchisesystemen wie von s.Oliver oder Esprit an und verlagern ihre Tätigkeit. In den letzten Jahren ist weiterhin eine zunehmende Expansion in Klein- und Mittelstädte – ab 20.000 Einwohner – zu beobachten. In diesem Bereich sind neben discounterorientierten Konzepten wie NKD, KiK, Ernsting’s Family und Takko auch Street One, Cecil (CBR Gruppe) sowie vermehrt H&M und C&A zu nennen.

Vor allem internationale Textileinzelhändler expandieren zunehmend in Deutschland, allen voran Modelabels aus den europäischen Nachbarländern sowie Skandinavien und vermehrt Großbritannien. Zu nennen ist hier die dänische Bestseller-Gruppe mit ihren Labels Only, Vero Moda, Jack&Jones, Vila, Pieces sowie die spanische Inditex-Gruppe mit den Marken Zara, Massimo Dutti, Bershka und Zara Home. Der erste Zara Home-Store eröffnete in Frankfurt am Main Ende März 2011 [Zara Home und H&M Home Collection feiern Deutschlandpremiere]. Ihre erste Niederlassung in Deutschland eröffneten 2010 beispielsweise auch das schwedische Damenoberbekleidungsunternehmen Gina Tricot, das amerikanische Jeans-Label 7 for all Mankind, der britische Accessoire- und Fashion-Filialist Monsoon und das italienische Luxus-Taschenlabel Miu Miu. Für 2011 hat sich die Eröffnung des ersten Abercrombie & Fitch-Flagship Stores in Düsseldorf angekündigt [Abercrombie & Fitch eröffnet zwei Flagship Stores in Deutschland]. Das Unternehmen ist schon mit mehreren Hollister-Filialen in deutschen Shopping-Centern vertreten.