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Europäischer Immobilien-Investmentmarkt auf Rekordkurs

Trotz der im zweiten Quartal etwas langsamer angestiegenen Immobilieninvestments in Europa erwarten die Researcher von Cushman & Wakefield (C&W) für dieses Jahr ein rekordverdächtiges Investmentvolumen in Höhe von ca. 168 Mrd. Euro. Nach dem das Volumen europaweit im letzten Quartal 2005 rund 50 Mrd. Euro betrug und sich im zweiten Quartal 2006 auf etwas unter 40 Mrd. Euro bewegt hat, liegt es nun bei 86,9 Mrd. Euro Gesamtvolumen und damit 27 % über dem Vorjahreszeitraum. „Wenn sich die europäischen Investmentmärkte so weiterentwickeln“, so die Immobilienberater, „ist ein Rekordergebnis für dieses Jahr zu erwarten“. Zudem rechnen die Researcher in damit, dass die Anteile Deutschlands, Frankreichs und einiger der europäischen Schwellenländer am Gesamtvolumen wachsen werden und der von Großbritannien von bislang 50 % auf unter 40 % sinken wird.

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Ungebrochen starke Nachfrage
Europaweit ist die Nachfrage nach Immobilien ungebrochen stark. Nach wie vor werden nach Angaben von C&W Immobilien von einer breiten Investorengruppe nachgefragt. So sei es auch nicht die Nachfrage, die den Markt aktuell etwas bremse, sondern der Umfang und die Qualität des Angebots.

In den vergangenen sechs Monaten sind die Renditen im Durchschnitt von 6,9 % auf 5,9 % gefallen. Die stärksten Renditekompressionen gab es bei einem Rückgang von 25 bis 30 Basispunkten bei Büro- und Industrie-Immobilien, gefolgt von Einzelhandelsimmobilien mit einem durchschnittlichen Rückgang von 19 Basispunkten. Im weiteren Jahresverlauf ist mit einem moderaten Renditerückgang zu rechnen.

Der sich beständig verbessernde Vermietungsmarkt – im Durchschnitt sind die Mietpreise in Europa im ersten Halbjahr um 3 % gestiegen – erhöht den Anreiz zu Immobilieninvestments und fördert die Nachfrage der Investoren.

Büroimmobilien liegen vorne
Über 50 % aller Immobilieninvestments entfielen im ersten Halbjahr 2006 auf Büroimmobilien – im Vorjahreszeitraum waren es 48 %. Mit 1 % auf 28 % gingen die Investitionen im Segment der Einzelhandelsimmobilien nur marginal zurück.
In Europa haben ausländische Investoren in diesem Jahr bereits 39,3 Mrd. Euro in Immobilien investiert und damit ihren Anteil am Investmentvolumen von knapp über 40 % im vergangenen Jahr auf über 45 % erhöht.

Deutschland bereits 61 % über Vorjahresergebnis
In Deutschland liegen die Volumina der Immobilieninvestments in diesem Jahr bislang 61 % über dem Ergebnis des Vorjahres. „Es könnte sein, dass Deutschland nicht nur einen erheblichen Vorsprung vor den kontinentaleuropäischen Ländern erzielt, sondern auch den britischen Investmentmarkt überholt, der bislang 39 % unter dem Vorjahresergebnis liegt.

Der Investmentmarkt in Frankreich befindet sich ebenfalls auf hohem Niveau und wird voraussichtlich seine Rekordmarke von 20 Mrd. Euro Volumen des vergangenen Jahres 2006 durchbrechen. Gleichfalls stark ist die Nachfrage in den europäischen Schwellenländern, wobei insbesondere Russland im Fokus der Investoren steht. Hier wechselten bislang Immobilien im Volumen von 3 Mrd. Euro ihren Eigentümer - im Vergleich zu 1,2 Mrd. Euro im Jahr 2006.

Ausblick
Beim Ausblick auf das kommende Jahr zeigen sich die Immobilienberater ebenfalls optimistisch: „Wir rechnen mit einer Stabilisierung der Renditekompression in der Mitte des nächsten Jahres. Die Investoren werden sich auf Bereiche fokussieren, in denen das Mietpreiswachstum noch nicht voll ausgereizt ist und moderne Flächen knapp sind. Projektentwicklungen, Sanierungen und auch aktiv gemanagte Objekte werden von dieser Nachfrage profitieren.“