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Europäische Studie: Regulierung stärkt Transparenz

Die deutschen Anleger benötigen verständlichere Informationen bei der Geldanlage. Zudem wünschen sie sich mehr Kostentransparenz bei der Beratung. Dies geht aus der zweiten repräsentativen Studie zur Qualität der Finanzberatung hervor, die TNS Sofres im Auftrag von Fidelity Worldwide Investment unter mehr als 12.000 Privatanlegern in 14 Ländern Europas durchgeführt hat. Die Ergebnisse machen erste Erfolge des Beratungsprotokolls und des sogenannten Beipackzettels deutlich, die 2010 und 2011 eingeführt wurden. Zugleich bestätigen sie Kernpunkte der geplanten Novelle des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagengesetzes, über das der Deutsche Bundestag am 27. Oktober 2011 in finaler Lesung beraten wird.

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Zwar zeichnen sich seit der ersten Fidelity/TNS-Studie vom Frühjahr 2010 Fortschritte im Finanzverständnis der Anleger ab. So ist seither die Anzahl derer, die sich über unverständliche Fachausdrücke und das Kleingedruckte in Produktinformationen beschweren, von 50 Prozent auf 35 Prozent gesunken. Doch nach wie vor fühlen sich 53 Prozent der Befragten nicht immer in der Lage, auf Grundlage schriftlicher Produktinformationen ihres Finanzberaters fundierte Anlageentscheidungen zu treffen.

Dieser Befund ist beunruhigend, bleiben doch das Fact Sheet bzw. die Produktbroschüre (69 Prozent) und der Emissionsprospekt (39 Prozent) die mit Abstand wichtigsten Informationsmaterialien, die deutschen Anleger von ihrem Finanzberater an die Hand bekommen. Am meisten macht den Anlegern dabei die mangelnde Standardisierung der Produktinformationen zu schaffen: 29 Prozent der Befragten klagen über Schwierigkeiten beim Produktvergleich aufgrund zu unterschiedlicher Darstellungsformen. Hier haben die deutschen Anleger sogar stärker zu kämpfen als der Durchschnitt ihrer europäischen Nachbarn (26 Prozent). Trotz einiger Verbesserungen gegenüber der Studie vom Frühjahr 2010 bleibt finanztechnischer Fachjargon für immerhin 20 Prozent der Befragten die größte Hürde. Dabei zeigt sich auch, dass es keinesfalls um ein reines Mehr an Information geht. Im Gegenteil: 14 Prozent der Anleger klagen sogar über eine nicht zu überblickende Flut und nur 8 Prozent über zu wenig Information. Weitere 14 Prozent der Befragten verzweifeln an der Komplexität der Produkte an sich.

„Die verstärkten Bemühungen der Finanzbranche um mehr Klarheit in der Anlageberatung tragen offenbar erste Früchte. Trotzdem liegt bis zu unserem Ziel einer verständlichen und transparenten Finanzberatung noch ein gutes Stück Weg vor uns. Beides zeigen die Ergebnisse der aktuellen Anlegerbefragung sehr deutlich. Das novellierte Vermögensanlagegesetz ist vor diesem Hintergrund ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: Das Zusammenspiel aus Beipackzettel, Beratungsprotokoll für Anleger sowie dem von Finanzberatern zu erbringenden Sachkundenachweis hat das Potenzial, Anleger stärker als bislang zu fundierten Entscheidungen zu befähigen“, kommentierte Christian Wrede, Vorsitzender der Geschäftsführung von Fidelity Worldwide Investment in Deutschland.