Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Europäische Direktinvestitionen in Gewerbeimmobilien weiter rückläufig

Tony Horrell

Die europäischen Direktinvestitionen in Gewebeimmobilien sind weiter rückläufig. Nach Angaben von Jones Lang LaSalle ging das Transaktionsvolumen im 3. Quartal 2008 um 19 % auf 25 Mrd. Euro* zurück (Q2 2008: 31 Mrd. Euro). Im Einjahresvergleich ist sogar ein Rückgang von 60% zu notieren. Für den gesamten Dreivierteljahreszeitraum betrugen die Direktinvestitionen damit insgesamt 94 Mrd. Euro, 50% weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

.

Irland und Belgien zeigten zwischen dem zweiten und dritten Quartal 2008 die deutlichsten Rückgänge (- 70% auf 45 Mio. Euro bzw. - 54% auf 550 Mio. Euro). Überdurchschnittliche Einbußen mussten auch Italien mit - 48 % und Frankreich mit – 30 % hinnehmen. In Großbritannien war trotz eines Rückgangs von 29 % das Transaktionsvolumen am höchsten (Q3 2008: 5,7 Mrd. Euro). Deutschland kam im gleichen Zeitraum auf 3,2 Mrd. Euro, entsprechend einem Minus von 9%. Beide Länder zeichneten damit für mehr als ein Drittel der europäischen Investitionen verantwortlich.

Die Niederlande (+ 40% auf 2,0 Mrd. Euro) und Finnland (+ 56% auf 585 Mio. Euro) gehörten zu den wenigen Märkten, die im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal des laufenden Jahres eine Volumenzunahme aufweisen konnten.

„Die letzten Wochen standen im Zeichen der heftigen Turbulenzen an den Finanzmärkten mit weltweiten Rettungsplänen für Banken und massiven Regierungs-Interventionen. Vor diesem Hintergrund sowie dem Umfang und der Geschwindigkeit fallender Immobilienwerte und der Sorge um die immobilienwirtschaftlichen Rahmendaten für 2009 – 2010 rechnen wir europaweit für das Gesamtjahr 2008 mit einem Direktinvestitionsvolumen in Gewerbeimmobilien von ca. 115 Mrd. Euro“, so Tony Horrell, Leiter European Capital Markets bei Jones Lang LaSalle. Und weiter: „Mit Refinanzierungsproblemen, Engpässen und Wertverlusten werden viele Investoren noch mindestens 18 Monate lang zu kämpfen haben. Die Ent-Fremdkapitalisierung des Marktes, die sich vor dem Hintergrund fallender Preise in den meisten Märkten unvermeidlich vollziehen wird, wird allerding Gelegenheiten für Käufer mit Eigenkapital schaffen."