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Europa: Der Osten löst den Westen ab

Laut des aktuellen Knight Frank Global House Price Index Q3 2018 stieg der Wert von Wohnimmobilien in weltweit 57 Ländern und Territorien bis September 2018 um durchschnittlich 4,9 %. Das ist die niedrigste jährliche Wachstumsrate des Index seit zwei Jahren.

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Hongkong führt mit 15,7% die Rangliste an, es ist jedoch fraglich, ob dieser Spitzenplatz in den kommenden Monaten zu halten ist. Der Hang Seng Index, der in der Vergangenheit als Leitindikator für den Immobilienmarkt diente, ist kürzlich um 12 % gesunken. Hinzu kommen globale Handelsstreitigkeiten, eine stärkere Währung und eine drohende Leerstandssteuer für Projektentwickler. Vor diesem Hintergrund geht Knight Frank von einer Abschwächung des Preiswachstums 2019 aus.

Malta, Spitzenreiter des letzten Quartals mit einem jährlichen Preiswachstum von 15,7 %, hat mit einem Zuwachs von nur 1 % im Dreimonatszeitraum von Juni bis September 2018 einen deutlichen Gang zurückgeschaltet.

Von den insgesamt 57 erfassten Ländern verzeichneten acht Preisrückgänge. Zum ersten Mal seit sechs Jahren fiel Schweden in diese Kategorie. Über mehrere Jahre hinweg trieben niedrige Zinssätze und ein starkes Bevölkerungswachstum die Preisinflation an, bevor sich die Fertigstellungsquote neuer Wohnungen erhöhte und sich die Kreditvergabevorschriften verschlechterten. Noch vor zwei Jahren stiegen die Preise um 11 % pro Jahr.

Zu den Top-10 des Rankings zählen gleich drei der mittel- und osteuropäischen Länder (MOEL). Die Volkswirtschaften in MOEL verzeichneten im Durchschnitt einen Preisanstieg von 7,6 %, im Vergleich zu Westeuropa mit 4,3 % (Abbildung 1). „Bis September 2018 registrierten Slowenien, Litauen und Ungarn ein zweistelliges Preiswachstum. Steigende Löhne und ein besserer Zugang zu Hypothekenfinanzierungen führten zu höheren Preisen“, kommentierte Kate Everett-Allen, Partner International Residential Research bei Knight Frank.

Mexiko ist mit einem Preisanstieg von durchschnittlich 9,9 % der stärkste Performer in Lateinamerika. Die Stimmung der Konsumenten stieg aufgrund einer erstarkenden Wirtschaft, gleichzeitig blieb das Angebot eingeschränkt. In Neuseeland, wo im Juli ein Verbot für den Erwerb von Eigenheimen durch nicht Gebietsansässige in Kraft getreten war, sank der jährliche Preisanstieg in den drei Monaten von Juni bis September von 6,6 % auf 4,9 %. Es wird erwartet, dass hohe Nettozuwanderungsraten in Verbindung mit einem begrenzten neuen Angebot einen Abwärtstrend in den negativen Bereich verhindern.

Die USA verzeichneten die geringste jährliche Wachstumsrate seit Q4 2016. Höhere Hypothekenzinsen aufgrund von acht Zinserhöhungen seit Ende 2015 führten zu Einschränkungen bei der Erschwinglichkeit. Laut S & P CoreLogic Case Shiller ist der Verkauf von Bestandsimmobilien seit November 2017 um 9,3 % und der Wohnungsbau um 8,7 % zurückgegangen.