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Estavis schreibt rote Zahlen

Rainer Schorr

Die Estavis AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 Umsatzerlöse in Höhe von 147,5 Mio. Euro (Vorjahr: 198,4 Mio. Euro) erwirtschaftet. Dies entspricht einem Rückgang von rund 26 Prozent. Aufgrund des im Geschäftsjahr 2007/2008 eingetretenen Markteinbruchs bei Immobilientransaktionen – hervorgerufen durch die anhaltende internationale Finanzkrise – verzeichnete der Geschäftsbereich Portfoliohandel parallel zum institutionellen Transaktionsmarkt einen Umsatzrückgang um rund 60 Prozent auf 75,6 Mio. Euro (Vorjahr: 180,4 Mio. Euro).

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Dagegen konnte der Umsatz im Geschäftsbereich Eigentumswohnungen – bei insgesamt 857 verkauften Wohneinheiten – um das Vierfache auf 70,3 Mio. Euro (Vorjahr: 17,6 Mio. Euro) gesteigert werden. „Wir haben sehr frühzeitig – schon vor dem Beginn der Finanzmarktkrise – wichtige Schritte für eine Differenzierung unseres Geschäftsmodells eingeleitet, um uns unabhängiger von Schwankungen des Marktes oder einzelner Marktsegmente zu machen“, sagt Rainer Schorr, Vorstandsvorsitzender der Estavis AG. So seien im März 2007 eine Mehrheitsbeteiligung an der HAG/CWI-Gruppe und wenig später – im Oktober 2007 – die B&V-Gruppe erworben worden.

Mit dem Ausbau dieses neuen Geschäftsbereichs, dessen Umsatzanteil bereits rund 50 Prozent beträgt, hat Estavis im Rahmen ihrer Expansion die Abhängigkeit vom institutionellen Markt wesentlich reduziert und das vom Geschehen an den internationalen Finanzmärkten weitgehend unabhängige Geschäft des Verkaufs von Einzelwohnungen an private Kapitalanleger erheblich gestärkt.

Positiv hat sich auch das neue Geschäftsfeld „Property Management“ entwickelt, der sich nach einem Jahr bereits in der Gewinnzone befindet.

Die Investitionen in die Geschäftsbereiche „Eigentumswohnungen“ und „Property Management“ haben im Geschäftsjahr 2007/2008 zu deutlichen Ergebnisbelastungen geführt. Dazu zählen nicht-zahlungswirksame Effekte aus der nach IFRS vorgeschriebenen Kaufpreisallokation bei Unternehmenserwerben (aus der Akquisition der HAG- und B&V-Gruppe) in Höhe von insgesamt -7,6 Mio. Euro. Weitere Belastungen sind in Form erhöhter Rechts- und Beratungskosten sowie durch Anlaufkosten entstanden.

Das nach IFRS ermittelte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 16,6 Mio. Euro auf -6,8 Mio. Euro zurück. Bereinigt um die vorgenannten Belastungen konnte – trotz der belastenden Einflüsse der Finanzkrise - ein positives EBIT in Höhe von rund 3 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Das IFRS-Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2007/2008 betrug -6,7 Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie lag bei -0,68 Euro. Vor dem Hintergrund der Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2007/2008 wird der Vorstand der Hauptversammlung der Estavis AG vorschlagen, keine Dividende auszuzahlen.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2008/2009
Der Vorstand von Estavis erwartet für das Geschäftsjahr 2008/2009 ein Umsatzplus und eine Rückkehr in die Gewinnzone. Sollte die Finanzkrise anhalten und der Verkauf von Eigentumswohnungen sowie der Portfoliohandel nur auf Vorjahresniveau liegen, rechnet der Vorstand dennoch mit einem positiven Ergebnis.

„Die Entwicklung des Geschäftsfeldes Portfoliohandel wird maßgeblich von der Situation an den Finanzmärkten abhängen“, sagt Schorr. Dagegen erwarte er steigende Verkäufe im Bereich der Eigentumswohnungen: „Dieses Geschäftsfeld ist, wie bereits das abgelaufene Geschäftsjahr gezeigt hat, relativ unabhängig von der Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten.“